Gehirn von

Arbeit regt Gedächtnis an

Ab 65 Jahren lässt das Gedächtnis nach. Arbeit und Training des Denkmuskels hilft

Gehirn - Arbeit regt Gedächtnis an © Bild: APA/DPA/Hiekel/mh/hpl

Im Alter lässt das Gedächtnis nach. Schon ab 65 Jahren macht sich das häufig deutlich bemerkbar. Da die Österreicher künftig länger arbeiten müssen, wird das Trainign des Gedächnisses immer wichtiger.

Forscher der New University of Michigan haben sich damit beschäftigt, warum ältere Menschen häufiger Schwierigkeiten damit hätten, sich an einen bestimmten Begriff zu erinnern. Die Experten konnten zeigen, dass nicht weniger als 61 Prozent von 105 gut ausgebildeten Menschen zwischen 65 und 92 Jahren häufig unter dieser Gedächtnisschwäche leiden.

Gehirrntraining hilft
"Eine genaue Erforschung des Effekts erleichtert die Schaffung von Trainings für die Gedächtnisleistung älterer Menschen", sagte die Studienleiterin Cindy Lustig. Denn das Gedächtnis kann trainiert und dadurch verbessert werden. Ältere Menschen sollten nicht glauben, dass sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind, nur weil sie Gedächtnisstörungen haben. Gerade in einer alternden Gesellschaft sei es wichtig, dass die Über-65-Jährigen in ihrem Erinnerungsvermögen gut trainiert sind. Angeblich soll außerdem auch Handystrahlung dem Gedächnis auf die Sprünge helfen.

"Die Menschen arbeiten länger, dementsprechend werden gewisse Fortbildungsprogramme für Ältere angeboten", sagt Stephan Siebert, Wissenschaftler am Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung gegenüber pressetext. Wenn Menschen länger arbeiten, bleiben sie automatisch fitter. "Auch Arbeit regt das Gedächtnis an", sagt Siebert. Unter Demografen läuft gegenwärtig eine große Diskussion über verschiedene Trainingsmethoden für ältere Menschen, unterstreicht Siebert abschließend.