"Geheimdienst hat Diana nicht ermordet": Ehemaliger Chef des MI6 bestreitet Vorwürfe

Der Geheimdienstchef Dearlove vor Gericht befragt Mohamed Fayed vermutet Komplott des Königshauses

"Geheimdienst hat Diana nicht ermordet": Ehemaliger Chef des MI6 bestreitet Vorwürfe © Bild: APA

In Großbritannien findet ein ungewöhnlicher Prozess statt, der den Tod von Lady Diana und Dodi Fayed zum Thema hat. Der Vater des beim Unfall zu Tode gekommen, Mohamed Fayed, erhebt schwere Vorwürfe gegen das Königshaus. Es habe den Tod des Paares durch den Geheimdienst veranlasst. Der ehemalige Chef des MI6 entkräftete die Vorwürfe.

Der frühere Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes hat allen Gerüchten über ein Mordkomplott gegen Prinzessin Diana eine Absage erteilt. Diana sei nicht im Auftrag der Königsfamilie getötet worden, versicherte Richard Dearlove bei seinem ungewöhnlichen Auftritt vor den Londoner Geschworenen, die den Unfalltod der Ex-Frau von Prinz Charles vor mehr als zehn Jahren in Paris untersuchen sollen.

Auf die Frage des Richters, ob der Auslandsgeheimdienst jemals unter seiner Leitung jemanden ermordet habe, antwortete Dearlove mit einem deutlichen "Nein". Dearlove leitete zum Todeszeitpunkt Dianas den operativen Arm des MI6.

Vorwürfe gegen Königshaus
Diana und ihr damaliger Freund Dodi Fayed waren im August 1997 in Paris tödlich verunglückt. Obwohl französische und britische Untersuchungen zu dem Schluss kamen, dass es sich eindeutig um einen "tragischen Unfall" handelte, hält Dodis Vater Mohamed Fayed weiter daran fest, das Paar sei vom Geheimdienst im Auftrag des Königshauses ermordet worden. Als Grund gab er auch jetzt wieder vor Gericht an, Diana sei schwanger gewesen und habe bereits Hochzeitspläne mit Dodi geschmiedet. Ihr Tod sollte nach seinen Aussagen verhindern, dass die Mutter eines Thronfolgers einen Moslem heiratet. Fayed konnte erneut keine Beweise für seine Behauptungen bringen, stattdessen erging er sich in wüsten Beschimpfungen gegen das Königshaus. Andere Zeugen hatten zuvor ausgesagt, Diana sei weder schwanger gewesen noch habe sie Dodi heiraten wollen.

(apa/red)