Gehaltsverhandlugnen von

Beamte wollen mehr Geld

Inflationsabgeltung und Anteil an Wirtschaftswachstum werden gefordert

Gehaltsverhandlugnen - Beamte wollen mehr Geld © Bild: News/Zach-Kiesling

Die Beamten starten heute Abend ihre Gehaltsverhandlungen. Die Spitzen der Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes mit GÖD-Vorsitzendem Fritz Neugebauer eröffnen mit Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) und Finanzministerin Maria Fekter (V) die Gespräche über die Gehaltserhöhung für rund 350.000 öffentlich Bedienstete. Im Vorfeld wollen beide Seiten zwar keine konkreten Zahlen nennen, sie machen aber schon die unterschiedlichen Standpunkte deutlich.

Die Beamten fordern zum einen die Abgeltung der Inflation und führen für den Zeitraum von Oktober 2010 bis September 2011 einen Wert von 2,95 Prozent an. Zudem verlangen sie einen Anteil am Wirtschaftswachstum. Für die letzten beiden Quartale des Vorjahres und die ersten beiden 2011 nennen sie hier einen Wert von 3,5 Prozent. Der FSG-Vorsitzende in der GÖD, Richard Holzer, erklärte dazu, ein Anteil am Wirtschaftswachstum wäre "mehr als gerechtfertigt" und die Anwendung der sogenannten Benya-Formel, wonach den Arbeitnehmern die Hälfte daran zustünde, wäre "logisch". Rückenwind haben die Beamten auch durch den Abschluss der Metaller bekommen, die bereits durchschnittlich 4,2 Prozent herausgeholt haben. Und auch Neugebauer hat bereits angekündigt, mehr als im vergangenen Jahr zu verlangen, als die Beamten zwischen 0,85 und 2,09 Prozent (im Schnitt 1,03 Prozent), mindestens jedoch 25,5 Euro bekommen haben.

Heinisch-Hosek bremst
Heinisch-Hosek steigt da aber bereits vor Beginn der Verhandlungen auf die Bremse. Sie verwies gegenüber auf die Jobsicherheit im Öffentlichen Dienst, die man mitbetrachten müsse. Außerdem müsse man auch die relativ schlechten Prognosen der Wirtschaftsforscher für 2012 berücksichtigen. Die Beamtenministerin will in den Verhandlungen vor allem auf die Bezieher niedriger Einkommen Bedacht nehmen, weil ihnen die hohe Inflation besonders zu schaffen mache. Heinisch-Hosek und Fekter müssen angesichts der angespannten Budgetlage auf die Kosten achten, zumal ein Prozent Gehaltserhöhung den Bund 111,3 Millionen Euro kostet.

Gleich in erster Runde geht's zur Sache
Eröffnet werden die Verhandlungen traditionell mit einer Betrachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, zu der auch wieder ein Experte eingeladen wird. Danach soll es aber gleich in der ersten Runde, die zunächst auf drei Stunden anberaumt ist, zur Sache gehen. Neugebauer kündigte an, die "Ouvertüre" so kurz wie möglich zu halten. Und auch Heinisch-Hosek nannte als Ziel, "keine wichtige Zeit verstreichen zu lassen".

220.000 Bedienstete betroffen
Von den Verhandlungen direkt betroffen sind rund 220.000 öffentlich Bedienstete. Zu den rund 132.800 Bundesbeamten kommen noch die Beamten in den ausgegliederten Gesellschaften und die Landeslehrer, die unmittelbar von den Ergebnissen der Verhandlungen betroffen sind. Dazu kommen noch die Landes- und Gemeindebediensteten, für die die Länder die Abschlüsse in der Regel nachvollziehen. Heuer wird es dabei allerdings Ausnahmen geben, so hat etwa bereits Oberösterreich angekündigt, dass der Gehaltsabschluss um einen Prozentpunkt geringer als auf Bundesebene ausfallen wird. Insgesamt sind damit rund 350.000 Bedienstete von den Verhandlungen betroffen.

Neugebauer bleibt
Anlässlich des Gewerkschaftstages nächste Woche gab der Chef der Beamtengewerkschaft, Fritz Neugebauer, bekannt, dass er neuerlich kandidieren wird. Damit bleibt er so gut wie sicher das Oberhaupt. Der ÖVP-Multifunktionär steht seit 1997 an der Spitze der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, seit 2008 ist er Zweiter Nationalratspräsident.

Zur Frage, ob er sich noch einmal als GÖD-Chef bewirbt, hat Neugebauer lange geschwiegen. Eine Woche vor dem Bundeskongress teilte er nun mit, dass er noch einmal für die gesamte fünfjährige Periode antritt - weil Kollegen aus allen Berufsgruppen und allen Ländern ganz massiv den Wunsch danach geäußert hätten. "Und wenn man selbst das Feuer noch spürt, dann macht man das", sagte er in Ö3. Die Nachfolge werde aber durchaus aufgebaut. Kandidaten dafür seien schon im Vorstand "mit an Bord".

Kommentare

Weg mit den alten Seilschaften Frischer Wind muss her, nciht immer die alten Funktionäre wie der Neugebauer der sich doch nur die Taschen voll macht und keine ( wirklich nötigen ) Reformen zu läßt !

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Neugebauer Also so einen "Obergscheiten" muss Österreich nicht haben, der Mann ist einfach zu Eigensinnig und Egoistusch um irgendwelche Entscheidungen im Sinne und zum Wohle Anderer zu treffen ( und das zum Schaden der Allgemeinheit, sprich jeden Österreicher )

ICH FINDE GERADE POLITIKER SOLLTEN ALS VORBILD DIENEN, DAS HEISST ABER AUCH DAS IHRE PENSIONEN AN DEN GESAMTEN BEREICH IHRER ERWERBSTÄTIGKEIT GEBUNDEN SIND UND NICHT NACH 5 JAHREN NATIONALRAT AUTOMATISCH EINE PENSION WOVON EIN GEWERBLICHER ARBEITNEHMER NUR TRÄUMEN KANN. NUR SO KANN UNSERE ZUKUNFT AUCH FUNKTIONIEREN ALLE BEKOMMEN PRÄMIEN UND "BONI" ABER AUF WAS HINAUF ? ODER IST UNSERE WIRTSCHAFT BESSER GEWORDEN ? HABEN WIR EIN NULLDEFIZIT ? ALLE SOLLTEN NACH IHREN ERFOLGEN GEMESSEN WERDEN !!!!

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Re: Neugebauer sorry für meine n Vertipper bei "Egoistisch" soll das heißen :-)

RobOtter
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Beamte hin oder her... ...jedem Arbeitnehmer gebührt zumindest eine Gehaltserhöhung in Höhe der Inflation. Alles andere ist ein Reallohnverlust!
Ansonsten kann ich mich nur den Kommentaren unten anschließen. Das Beamtenlohnschema fängt bei € 1.200,- brutto an und die Zahl derer die um dieses Geld arbeiten ist um ein x-faches größer als die Zahl der Spitzenverdiener.

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Re: Beamte hin oder her... ja da stehe ich voll auf Ihrer Seite, aber es sollte eine Obergrenze geben, der "Neugebauer" würde sicher eine Pension beziehen die um ein vielfaches höher ist als die 1200 brutto, aber der Herr kann nicht davon lassen im "Mittelpunkt" zu stehen und der Nachfolgenden Generation den Job wegnehmen, der soll Platz machen, seine Zeit ist schon lange vorbei !

Neugebauer Merkt der alte Herr nicht, das er einen Jungen Arbeitslosen den Platz wegnimmt!!!!!!?

Polit melden

Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung Die Typen leisten nichts bei und wollen eine Lohnerhöhung, lächerlich, und für alles was die machen brauchens über 2 wochen im Schnitt. Würden diese \'\'Beamten\'\' in der wirklichen wirtschaft arbeiten , würden die meisten gewisse Probleme bekommen. Außerdem steuern wir mit unseren Beamtenkurs Richtung Griechenland , zuviele Beamte , zuviel Gehalt...... viel zu aufgebläht. Und von Pensionen möcht ich gar nicht reden was diese Beamten erhalten, für nichts und wieder nichts. Ich bin Metaller und weiß was es heißt hart zu arbeiten im Gegensatz zu anderen. Ich möchte zwar nicht alle Beamten gleichstellen nur wenn man spezielle Dienstbereiche wo Beamte tätig sind anschaut kann man sich nur auf die Stirn greifen....

Rasso melden

Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung Na du bist a schöner Trottl - keine Ahnung aber blöd reden - es sind ja nicht nur die Beamten betroffen, sondern die ganzen Vertragsbediensteten auch - und da ist von Jobsicherheit keine Rede mehr

galileo2
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Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung keine ahnung von tuten u blasen, aber das maul aufreißen bis hinter die ohren. hast du dich schon mal gefragt, was so eine kleine Bedienerin oder Straßenkehrer verdient? Es gibt nicht nur hohe beamte, es gibt auch vertragsbedinstete die 1,100 netto haben u das mit 50 jahren. Die beamten haben übrigens seit zwei jahren weit unter dem handel u der pensionisten abgeschlossen, also nicht mal die Inflationsrate wurde abgegolten. Also bitte, halts maul wenn du keine ahnung hast.

günza melden

Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung ja die haben es genauso verdient wie die meisten anderen auch. Auch ein Beamter oder Vertragsbediensteter muss für seine Familie sorgen, einkaufen gehen und Miete bezahlen. Viele Dinge würden ohne diese Personen bei uns gar nicht mehr funktionieren. Und der verdienst liegt oft auch unter dem, was in der Privatwirtschaft bezahlt wird. In manchen öffentlichen Stellen fragt man sich aber schon was die den ganzen Tag so tun.In der Privatwirtschaft ist das aber auch so. Und gerade wenn du in der Mettalerbranche bist solltest nicht so blöd daherreden. Aber das Ziel der Politiker wird mit deinem Kommentar erreicht. Die Bevölkerung hakt gegenseitig auf sich herum und die die es wirklich betrifft geben sich still und heimlich einen weiteren Bonus.

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Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung mehr geld??????
was ist die unkündbarkeit in zeiten wie diesen wert?
was ist das beamtenpensionsrecht wert?
wenn man diese faktoren mitbewertet, müßten die beamten auf lohn verzichten um sich mit den übrigen arbeitnehmern vergleichen zu können....

Rasso melden

Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung Nur sind Vertragsbedienstete nicht unkündbar - versteht das doch bitte endlich

Blink188 melden

Re: Haaaaa Beamte und Lohnerhöhung ein richtiger Primat der Typ...

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