Gehaltsverhandlugnen von

Beamte: 3-er vor dem Komma

Start der Gehaltsverhandlungen - Neugebauer kündigt konkrete Forderung an

Gehaltsverhandlugnen - Beamte: 3-er vor dem Komma © Bild: APA/Pfarrhofer

Beamtenministerin Heinisch-Hosek und Finanzministerin Fekter haben am Mittwochabend die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes mit GÖD-Vorsitzendem Neugebauer an der Spitze zur ersten Runde der Beamten-Gehaltsverhandlungen empfangen. Neugebauer kündigte an, dass er schon eine konkrete zahlenmäßige Forderung stellen und diese auch öffentlich machen werde. .

Er nimmt sich damit ein Beispiel an den Metallern, die heuer eine ähnliche Vorgangsweise gewählt haben. Der GÖD-Vorsitzende begründete dies damit, dass das von ihm angekündigte zügige Verhandeln dies impliziere. Für weitere Verhandlungen stehe die Gewerkschaft jedenfalls auch am Wochenende sowie während des Gewerkschaftstages nächste Woche zur Verfügung.

Dass die Gewerkschaftsforderung jedenfalls zumindest einen Dreier vor dem Komma beinhalten wird, hatte die Gewerkschaft schon zuvor klar gemacht. Dies ergibt sich daraus, dass die GÖD eine Abgeltung der mit 2,95 Prozent bezifferten Inflation und einen Anteil an dem mit 3,5 Prozent angegebenen Wirtschaftswachstum fordert.

Harte Verhandlungen erwartet
Die Kritik von Heinisch-Hosek an seiner öffentlich formulierten Forderung kann Neugebauer nicht nachvollziehen. Er habe nur gesagt, was ohnedies außer Streit stehe und das sei auch für die Ministerin kein Novum. Den Vorwurf, dass es sich dabei um ein Kalkül vor dem Gewerkschaftstag handle, ließ Neugebauer ebenfalls nicht gelten. Und zur Vermutung der Beamtenministerin, dass er vor dem Gewerkschaftstag nervös sei, stelle er scherzhaft fest: "Ich schlafe angeblich schon einen Monat lang schlecht."

Finanzministerin Fekter wollte vor Beginn der Verhandlungen nicht auf die Frage eingehen, ob sie die mehr als 300 Millionen Euro, die die Gewerkschaftsforderung bedeuten würde, im Budget eingeplant habe. Sie stellte nur fest, dass sie als Finanzministerin "das ganze im Auge behalten" müsse. Sie schaue darauf, dass sich die österreichischen Steuerzahler das ganze auch leisten können.