Gehalts-Streit in NFL: Keine Einigung über neuen Kollektivvertrag für Football-Helden

Verhandlungen gestoppt, Stars droht Entlassung

Die Spielergewerkschaft der National Football League hat Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag mit der NFL ergebnislos abgebrochen. Beide Seiten verständigten sich lediglich darauf, den für Freitag vorgesehenen Beginn der "free agency"-Periode, in dem vertragslose Spieler mit Vereinen verhandeln können, um 72 Stunden zu verschieben, um doch noch eine Einigung zu erzielen.

Neben der Anhebung der Gehaltsobergrenze ("salary cap") ist vor allem die Forderung der Spieler, an allen Erlösen der Klubs beteiligt zu werden, ein Streitpunkt. Bisher partizipierten die Footballer nur an Einkünften aus TV-Verträgen und des Kartenvertriebs. Sollten die Verhandlungen scheitern, würde die seit Einführung des salary caps 1992 jährlich gestiegene Gehaltsobergrenze in der kommenden Saison unverändert bei 94,5 Millionen Dollar (78,6 Mio. Euro) pro Team bleiben, im Jahr darauf dann jedoch gänzlich wegfallen.

Da die Gagen in der NFL pro Dienstjahr steigen, droht einigen hoch bezahlten Profis der Rausschmiss. So haben etwa bereits die Oakland Raiders, eines von angeblich zehn Teams über dem derzeitigen salary cap, Quarterback Kerry Collins aus seinem Vertrag entlassen, um 9,2 Millionen Dollar (7,66 Mio. Euro) einzusparen.

(apa)