"Gegen diese Netzwerke vorgehen": Bush will härtere Gangart gegen Iraner im Irak

USA: "Keine Pläne für Angriff auf Iran & Syrien"

US-Präsident George W. Bush hat Außenministerin Condoleezza Rice zufolge ein breit angelegtes Vorgehen gegen iranische Agenten im Irak angeordnet. "Es ist entschieden worden, gegen diese Netzwerke vorzugehen", sagte Rice der "New York Times" in einem Interview. Bush habe diesen Schritt vor einigen Monaten angeordnet "nach einer Zeit der zunehmenden Aktivität" der Iraner im Irak. Die jüngsten Festnahmen mutmaßlicher iranischer Agenten in Erbil seien Teil dieser Offensive.

Bush hatte dem Iran und auch Syrien vorgeworfen, Angriffe Aufständischer auf Ziele im Irak von ihrem Gebiet aus zu dulden. Er hatte zudem angekündigt, diese Unterstützung zu unterbrechen. Am Donnerstag zeigten sich Kongressabgeordnete besorgt, dass damit der Irak-Konflikt auf die beiden Nachbarstaaten übergreifen könne. Präsidialamts-Sprecher Tony Snow erklärte, es gebe keine Pläne für einen Militärschlag gegen den Iran oder Syrien. Beide Staaten haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

(apa/red)