Gegen Doping im Radsport: Valverde wie Weltmeister Bettini gegen DNA-Tests

"Müssen wir vor Start jedes Mal Hosen runterlassen?"

Der spanische ProTour-Gesamtsieger Alejandro Valverde hat sich in einem Zeitungsinterview gegen obligatorische DNA-Tests für Rad-Profis ausgesprochen: "DNA-Tests von Radfahrern zu verlangen wäre ein ernsthafter Eingriff in ihr Privatleben. Wenn wir das akzeptieren, was kommt dann als nächster Schritt? Müssen wir dann vor dem Start jedes Mal die Hosen runterlassen?"

Die Profi-Teams wollen mit Hilfe von verpflichtenden DNA-Tests, die Doping-Problematik im Radsport besser in den Griff bekommen. "Der Kampf gegen Doping im Sport ist eine Notwendigkeit, doch DNA-Tests gehen einen Schritt zu weit", lautet Valverdes Kommentar zu diesem Vorschlag. Der Spanier schloss sich damit der Meinung von Weltmeister Paolo Bettini an.

Der Italiener hatte zu Wochenbeginn erklärt: "Diese Art von systematischen Tests werden benutzt, um Serien-Killer zur Strecke zu bringen. Was die Teams planen ist ein ernsthafter Eingriff in unser Privatleben." Gleichzeitig schränkte der Olympiasieger aber auch ein: "Wenn jemand mittels eines DNA-Tests seine Unschuld beweisen will, dann ist das etwas anderes."

Das umstrittene Thema DNA-Tests soll nun von den Teams und Profis am 10. November beim Meeting des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) in Genf debattiert werden. (APA/red)