Gefährliches Passivrauchen: Fast 80.000
EU-Bürger sterben jährlich durch Qualmerei

72.000 werden Opfer in den eigenen vier Wänden 7.000 Tote durch rauchende Kollegen am Arbeitsplatz

An den Folgen des Passivrauchens sterben in der Europäischen Union jährlich fast 79.500 Menschen. Laut einem veröffentlichten Expertenbericht sterben rund 72.000 Menschen durch Passivrauchen in den eigenen vier Wänden, 7.000 weitere Nichtraucher sterben wegen der Qualmerei von Kollegen am Arbeitsplatz. Die Arbeit in Bars, Restaurants oder Discotheken wird jährlich 325 Angestellten zum Verhängnis.

Nach Angaben des europäischen Expertenforums Smoke Free Partnership macht der Rauch, der zwischen zwei Zügen aus einer Zigarette entweicht, 85 Prozent des Qualms in einem Raum aus. Dieser Rauch ist giftiger als der, der von Rauchern inhaliert und wieder ausgeatmet wird, da Zigaretten, die in der Hand gehalten werden oder im Aschenbecher liegen, mit einer niedrigeren Temperatur abbrennen. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der entweichenden Chemikalien.

In Irland, Norwegen, Italien, Malta, Schweden und Schottland ist Rauchen auf öffentlichen Plätzen, am Arbeitsplatz sowie in Bars und Restaurants seit Jänner 2004 verboten. In England und Nordirland soll 2007 ein strenges öffentliches Rauchverbot in Kraft treten. Auch in anderen EU-Ländern gibt es entsprechende Pläne.

(apa/red)