Gefährlicher Osterverkehr: Schwerpunkt-Kontrollen & Sicherheitsmaßnahmen geplant

An diesem Wochenende 7000 Polizisten im Einsatz Platter küdigte auch Reiseverkehr-Überwachung an

Gefährlicher Osterverkehr: Schwerpunkt-Kontrollen & Sicherheitsmaßnahmen geplant

Staus und Unfälle prägen jedes Jahr das Osterwochenende auf Österreichs Straßen. Im vergangenen Jahr wurden zwischen Karfreitag und Ostermontag 387 Menschen verletzt und sechs Personen getötet. "Jedes Jahr passieren zu Ostern schreckliche Verkehrsunfälle", erklärte Innenminister Günther Platter, der deshalb verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ankündigte. Dabei könnten schon durch die Einhaltung der einfachsten Grundregeln viele Unfälle oder gefährliche Situationen vermieden werden.

Im Jahr 2005 starben zehn und im Jahr 2004 17 Verkehrsteilnehmer am Osterwochenende. Die meisten Todesopfer (39) gab es in der seit 1968 geführten Statistik im Jahr 1976. Eine Bilanz von sechs Verkehrstoten im vergangen Jahr war das bisher niedrigste Ergebnis.

Schwerpunktaktionen zur Überwachung des Reiseverkehrs
Ab heute bis einschließlich kommenden Dienstag werden verstärkt polizeiliche Schwerpunktaktionen zur Überwachung des Reiseverkehrs durchgeführt, teilte Platter in der Aussendung mit. Rund 7.000 Beamte werden am Osterwochenende täglich die Situation auf Österreichs Straßen im Auge behalten.

Ins Visier nimmt die Exekutive dabei rücksichtslose Raser und Drängler sowie Alkohol- und Drogenlenker. Auch beliebten Ausflugsstrecken für Motorradfahrer und Mopedlenker und die Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht werden verstärkt kontrolliert. Busse und Lkw sowie die Einhaltung von Fahrverboten, Lenk- und Ruhezeiten werden ebenfalls überprüft. 2.500 Blaulicht-Fahrzeuge, 500 Motorrädern, 200 Zivilstreifenfahrzeuge und mehr als 3.500 Überwachungsgeräte stehen den Polizisten für ihre Oster-Einsätze zur Verfügung.

Starke Belastung der Transitrouten
Besonders zwischen Gründonnerstag und Karsamstag werden Österreichs Transitrouten durch den Reiseverkehr zu den Osterferien extrem stark belastet, hieß es in der Aussendung. Aber auch in den Ballungszentren, bei höher gelegenen Skigebieten und an den Grenzübergängen muss am Wochenenden mit Verkehrsüberlastungen gerechnet werden. Einige Baustellen auf der A1 (Westautobahn) und der A2 (Südautobahn) dürften genauso wie neuralgischen Tunnel- und Mautbereichen in Westösterreich zu Stauungen führen. Auch auf der Tauern- und Pyhrnroute werde es Verzögerungen geben.
(APA/red)