Gefährliche Zwischenfälle entlang Südbahn:
Sattelschlepper zwischen & Auto auf Gleisen

Beide Situationen gingen gerade noch glimpflich aus

Zwei gefährliche Zwischenfälle auf Bahngleisen haben sich in Kärnten ereignet. In einem Fall wurde ein Sattelschlepper zwischen zwei Bahnschranken eingeschlossen, im zweiten stürzte ein Auto über die Böschung auf die Gleise und blieb dort havariert liegen. Beide Male konnten weit reichendere Unglücke gerade noch verhindert werden.

Der 29-jährige Lenker eines polnischen Sattelschleppers missachtete laut Polizeiangaben die Lichtsignale eines Bahnübergangs bei Weißenstein (Bezirk Villach-Land). Die Kollision mit einem mit 130 Personen besetzten internationalen Schnellzug konnte der Mann in letzter Minute verhindern, indem er das Schwerfahrzeug von der Gleisanlage lenkte. Der Pole wurde angezeigt.

Dem eingeschlossenen Kraftfahrer gelang es, mit seinem Lkw in eine Lücke im Bereich des Bahnüberganges zu fahren und so die Katastrophe zu vermeiden. Bei dem Manöver wurden die Signaleinrichtungen beschädigt. Als sich die Schranken wieder öffneten, wollte die zuständige Fahrdienstleiterin den Lenker anhalten. Dieser fuhr jedoch davon und wurde im Zuge einer Fahndung ausgeforscht. Vom Fahrer wurde eine Sicherheitsleistung eingehoben.

Pensionistin mit Auto auf Gleise
Weiters geriet eine 76-jährige Pensionistin aus Launsdorf (Bezirk St. Veit/Glan) mit ihrem Auto auf die Gleise der Südbahnstrecke. Laut Polizei wollte die Frau offenbar von einer Gemeindestraße zu früh nach rechts abbiegen und stürzte über eine zehn Meter hohe Böschung auf die Bahnanlage.

Ein zufällig am Unfallort vorbeikommender 43-jähriger Gastwirt bemerkte den Vorfall und alarmierte die Polizei. Diese veranlasste eine sofortige Sperre der Südbahn. Der Pkw der Pensionistin musste mit einem Kran geborgen werden. Die Frau erlitt einen Schock; am Unfallfahrzeug entstand geringer Sachschaden. (apa/red)