Gedenkfeier Mauthausen von

Kampf dem Rassismus

10.000 Menschen bei internationaler Veranstaltung. Kritik an Totengedenken

Gedenkfeier Mauthausen - Kampf dem Rassismus © Bild: KMA/BUNDESHEER/ANDY WENZEL

Die internationale Gedenkfeier anlässlich der Befreiung Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich hat heuer den Schwerpunkt der aus rassistischen Gründen Verfolgten gehabt. Laut offiziellen Schätzungen nahmen rund 10.000 Personen an der Veranstaltung teil.

Zu der Feier kamen nach Angaben der Organisatoren Botschafter und hochrangige Vertreter von etwa 50 Ländern. Das offizielle Österreich war durch Bundespräsident Heinz Fischer, die erste Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Bundeskanzler Werner Faymann, die Minister Johanna Mikl-Leitner, Norbert Darabos und Alois Stöger und Staatssekretär Sebastian Kurz (V) sowie zahlreiche Nationalratsabgeordnete und Regierungs- und Landtagsmitglieder aus mehreren Bundesländern vertreten.

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), Willi Mernyi, erinnerte zum heurigen Schwerpunkt, der Verfolgung und Ermordung aus rassistischen Gründen daran, dass im KZ Mauthausen mindestens 15.000 Juden und Hunderte Roma und Sinti ermordet worden seien. Dazu kämen noch die Tausenden Toten der Todesmärsche ungarischer Juden, die im Frühjahr 1945 auf dem Weg nach Mauthausen beziehungsweise nach Gunskirchen starben. Ihre Zahl habe nie vollständig erfasst werden können. Auch heute noch würden Menschen noch rassistisch verfolgt und ermordet, machte er aufmerksam.

Kritik an Totengedenken
Er kritisierte eine Feier am vergangenen 8. Mai am Heldenplatz, die offiziell dem Totengedenken gewidmet gewesen sei, als Aufmarsch der "alten Ewiggestrigen in Verbindung mit ihren jungen rechtsextremen Kameraden". Das erfülle ihn "mit Scham, aber auch mit Wut. Es macht keinen Unterschied, ob sie sich in den Fußballstadien, Schulen, Betrieben, Wirtshäusern oder im Parlament artikulieren. Es bleiben die gleichen braunen, hasserfüllten Parolen, die die Menschen, die hier gelitten haben, alle schon einmal gehört haben."

Bei der Feier hielten ein aus Polen stammender Überlebender des KZ Ebensee, ein russisches Mitglied des Internationalen Mauthausen Komitee und Jenny Mendel, die Enkeltochter des deutschen KZ-Überlebenden Johannes Müller, kurze Reden. Mendel verwies dabei darauf, dass in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland neue Nazis gemordet hätten. Inzwischen wisse man: Das seien rassistische Morde gewesen. Ihr Opa und die vielen anderen Zeitzeugen seien nicht mehr da - nun sei die Enkelgeneration gefragt. "Wir sind nicht dafür verantwortlich, was der deutsche Faschismus verbrochen hat. Aber wir verantworten das Heute und das Morgen."

In Mauthausen und seinen 49 Außenlagern haben die Nationalsozialisten rund 200.000 Menschen aus 70 Nationen gefangen gehalten. Rund die Hälfte überlebte diese Vernichtungsmaschinerie nicht.

Kommentare

waaas? was für blödsinn! Juden sind keine eigene Rasse, die gehören zur der gleichen europoiden rasse wie die meisten europäer. Autor von diesem Aufsatz sollte grundschule wiederholen!! D

Niemand wagt es hier einen Kommetnar abzugeben1 Vorweg! Hoffentlich kommt es nie mehr zu solchen Greultaten wie Sie hier unter dem Massenmörder Hitler passiert sind. Deshalb ist die Erinnerung daran auch wichtig. Aber die materiellen Ansprüche der jüdischen Bevölkerung an die heutige Generation sind nicht mehr akzeptabel. Denn die Juden und andere (Sinti, Roma usw) die in den KZ gelitten haben, weilen zum Großteil nicht mehr unter uns und ich sehe nicht ein, dass wir heute noch deren Kinder und Kindeskinder für das Leid, das ihre Eltern oder Großeltern durchgemacht haben, noch "sponsern" sollen. Sonst müsste ich nämlich daran erinnern, dass es die Juden waren, die unseren Herrn an die Römer ausgeliefert und damit dessen Kreuzigung schuldhaft verursacht haben. Bekommt die Christenheit deswegen eine Entschädigung?

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