Gedenken an Johannes Paul II in Polen: Bischof fordert Seligsprechung noch heuer

47% der Bevölkerung für Einführung von Feiertag Zahlreiche Gottesdienste & kulturelle Manifestationen

Gedenken an Johannes Paul II in Polen: Bischof fordert Seligsprechung noch heuer © Bild: EPA/Monteforte

Mit zahlreichen Gottesdiensten und kulturellen Manifestationen wird in Polen des vor drei Jahren verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gedacht. Die größte Gedenkmesse ist auf dem Warschauer Pilsudski-Platz geplant, meldete Kathpress.

Nach der vom Warschauer Erzbischof Kazimierz Nycz zelebrierten Abendmesse wird das Theaterstück "Ein Licht erlischt nicht" aufgeführt werden. Im Mittelpunkt steht dabei wie in den meisten Städten der Todeszeitpunkt 21.37 Uhr. In Krakau, wo Johannes Paul II. einst Erzbischof war, ist ein Festkonzert geplant.

26-jährige Amtszeit
Karol Wojtyla war am 2. April 2005 im Alter von 84 Jahren gestorben. Er leitete die katholische Weltkirche mehr als 26 Jahre und war damit einer der Päpste mit der längsten Amtszeit.

Einführung eines Feiertags
Nach dem Wunsch von fast jedem zweiten Polen soll der Todestag von Johannes Paul ein arbeitsfreier Feiertag werden. 47 Prozent der Befragten sind einer Umfrage zufolge für einen gesetzlichen Feiertag am 2. April, wie eine von der Tageszeitung "Rzeczpospolita" veröffentlichte Erhebung des Instituts GfK Polonia ergab. 38 Prozent sind demnach dagegen. Für mehr als die Hälfte der Polen sei der Todestag Wojtylas der wichtigste Feiertag überhaupt, zitierte die Zeitung eine weitere Umfrage, die das Institut OBOP im Auftrag des "Johannes Paul II.-Zentrums" der Stadt Warschau durchführte.

Seligsprechung
Unterdessen hat sich der Vorsitzende der Krakauer Diözesankommission für das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II., Bischof Tadeusz Pieronek, neuerlich dafür ausgesprochen, den polnischen Papst am 30. Jahrestag seiner Papstwahl 1978 zur sogenannten Ehre der Altäre zu erheben. "Der Termin 16. Oktober wäre die ideale Gelegenheit, um Johannes Paul II. seligzusprechen", sagte Pieronek der Tageszeitung "Polska". (apa/red)