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Gedenkdienst: SPÖ-Schatz
sieht Hartinger in der Pflicht

Hoyos: Armutszeugnis für die Regierung

Die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz forderte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Freitag auf, sicherzustellen, dass der Verein Gedenkdienst weiterhin junge Menschen in Länder entsenden kann, in denen Nationalsozialisten Verbrechen begangen haben. Dass die Entsendungen im Gedenkjahr 2018 eingestellt werden müssen ist für NEOS-Jugendsprecher Douglas Hoyos ein "Armutszeugnis" der Regierung.

Schatz mahnte die VP-FP-Koalition, den Auftrag, den Holocaust aufzuarbeiten, ernst zu nehmen. "Zynisch" sei es, wenn der Verein im Gedenkjahr 2018 von einem FPÖ-geführten Ministerium unter Druck gesetzt wird, "während die FPÖ rechtsextreme Zeitschriften am Leben erhält, Agitation von 'Identitären' verharmlost und regelmäßig rechtsextreme 'Einzelfälle' aus den Reihen dieser Partei öffentlich werden".

"Es ist ein Armutszeugnis, dass es die Bundesregierung entweder aus Inkompetenz, ideologischen Gründen, oder einfach nicht vorhandenem Interesse nicht schafft, die Tätigkeit des Gedenkdienstes aufrecht zu erhalten", merkte Hoyos in einer Aussendung an. Die Regierung inszeniere sich gerne bei der Eröffnung von Denkmälern, "aber beim allerwichtigsten, der aktiven Gedenkarbeit, lässt sie völlig aus".

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