Gebühren können Reisepreis verteuern:
Das schlagen die Reisebüros noch d'rauf

21 Wiener Reisebürod wurden vond er AK getestet Bearbeitung für Pauschalreise kostet bis zu 56 Euro

Gebühren können Reisepreis verteuern:
Das schlagen die Reisebüros noch d'rauf

Wer den Jahreswechsel unter Palmen verbringen möchte und im Reisebüro bucht, sollte beachten: Reisebüros verlangen für die Buchung von Reiseveranstalter-Pauschalreisen bis zu 56 Euro an Bearbeitungsgebühr für zwei Personen. Die Preisunterschiede sind groß: Die Bearbeitungskosten liegen bis zum fast Dreifachen auseinander. Das zeigt ein AK Test vom November bei 21 Reisebüros in Wien. Außerdem nimmt jedes dritte Reisebüro Stornokosten zusätzlich zu den Stornokosten der Reiseveranstalter.

Der trüben Jahreszeit entfliehen und den Jahreswechsel unter Palmen, Sonne und am Strand verbringen. Die AK hat erhoben, was Reisebüros für die Vermittlung von Reise-leistungen von Reiseveranstaltern verlangen. Am Prüfstand stand auch die Preistransparenz. Insgesamt wurden 21 Reisebüros in Wien vom 10. bis 16. November unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis
Der AK Test zeigt: Die Preissysteme der Reisebüros bei den reinen Flugbuchungen variieren sehr: Einige Anbieter unterschieden bei den Bearbeitungspreisen der Höhe nach zwischen einem Europa- und einen Interkontinentalflug oder einem Mittelstrecken- und Langstreckenflug. Andere wiederum staffeln die Höhe der Bearbeitungspreise nach dem Flugpreis. Einige gehen dabei von einem Flugpreis exklusive Taxen und Zuschläge, andere von einem inklusive aus. "Das erschwert einen Preisvergleich für Konsumenten erheblich", sagt Glatz.

Kein Hinweis
In jedem dritten untersuchten Reisebüro waren keine Bearbeitungspreise im Geschäftslokal ausgehängt. Das zeigt ein AK Test. Die AK verlangt daher eine generelle gesetzliche Pflicht zum Preisaushang. Reisebüros sollen für die von ihnen vermittelten touristischen Dienstleistungen den Bearbeitungspreis in einem Preisaushang angeben.

Beratung ist gratis
"Keines der erhobenen Reisebüros verrechnet Beratungskosten, wenn sich der Konsument über eine Reise informiert, aber dann doch nicht bucht", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Bei Nicht-Antritt der Reise
Wer seine Reise stornieren muss, dem können noch zusätzlich Stornokosten anfallen. Sieben (35 Prozent) der geprüften Reisebüros verrechnen Stornokosten bei Pauschalreisen. Und das zusätzlich zu den allgemeinen Stornokosten der Reiseveranstalter. Die Stornokosten betragen zwischen zwölf und 30 Euro bei einer Pauschalreise. Bei einer reinen Flugbuchung verrechnet fast jedes zweite Reisebüro zwischen zwölf und 50 Euro. (red)

Die Erhebung finden Sie im Internet unter
www.arbeiterkammer.at