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Gauck: Keine
zweite Amtszeit

Deutscher Bundespräsident steht für Wahl 2017 nicht zur Verfügung

Gauck: Kein Sprengstoff in Brief gefunden. © Bild: imago/Streiflicht-Pressefoto

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck verzichtet auf eine zweite Amtszeit. Im Schloss Bellevue in Berlin erklärte der 76-jährige Gauck am Montag, dass er nicht als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl im Februar 2017 zur Verfügung stehe.

Der Theologe war im März 2012 von einer Fünf-Parteien-Allianz aus CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen in das höchste deutsche Staatsamt gewählt worden. In Deutschland wird der Bundespräsident von der Bundesversammlung im Parlament gewählt. Die Bundesversammlung besteht aus Mitgliedern des Bundestages und Mitgliedern, die von den Vertretungen der Länder gewählt werden.

"Demokratische Normalität"

"Ich bin dankbar, dass es mir gut geht. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass die Lebensspanne zwischen dem 77. und dem 82. Lebensjahr eine andere ist als die, in der ich mich jetzt befinde", sagte der frühere evangelische Pfarrer und langjährige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde. Bis zum Ende seiner Amtszeit im März 2017 werde er aber sein Amt wie bisher "mit Hingabe und auch mit Freude" ausüben.

Für eine erneute Zeitspanne von fünf Jahren wolle er "nicht eine Energie und Vitalität voraussetzen, für die ich nicht garantieren kann". Bereits am Wochenende hatte es in Medienberichten geheißen, Gauck wolle ungeachtet der hohen Zustimmungswerte in der Bevölkerung nicht noch einmal antreten.

Deutschland habe funktionierende Institutionen, so dass der Wechsel im Amt des Bundespräsidenten kein Grund zur Sorge sei, sondern "vielmehr demokratische Normalität". Dies gelte auch in schwierigen Zeiten.

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