Gastgeber und US-Verbündete: Für 21 WM Spiele gilt besondere Terror-Gefährdung

"Weiche Ziele" wie Live-Übertragungen gefährdet Besonders islamische Attentäter könnten zuschlagen

Mindestens 21 Spiele der Fußball-WM Endrunde 2006 sind nach Einschätzung des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) hoch gefährdet, Ziel von Terroranschlägen zu werden. Wie das Nachrichtenmagazin "Stern" unter Berufung auf ein vertrauliches Lagebild des BKA berichtete, würden besonders islamistische Attentäter eine große Gefahr darstellen. Wegen des hohen Symbolwertes seien vor allem das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Costa Rica in München sowie das Finalspiel in Berlin bedroht.

Als besonders gefährdet gelten die Spiele der USA, aber auch die WM-Partien von England, Spanien, Polen und Australien, deren Regierungen die Vereinigten Staaten im Irak-Feldzug unterstützt hatten. Auch die Spiele der Heimelf seien auf Grund des Auslandseinsatzes der deutschen Bundeswehr in Afghanistan als gefährdet eingestuft worden.

Bisher liegen aber keine konkreten Drohungen vor. Besorgnis erregend scheint jedoch die Einschätzung, dass wegen der verstärken Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien so genannte "weiche Ziele" wie Live-Übertragungen auf Großbildleinwänden Ziele von Anschlägen darstellen würden. (APA/red)