Gastgeber enttäuscht sein Publikum nicht: Russland steht nach Sieg im WM-Viertelfinale

Kanada so gut wie weiter - Kapitän Doans Hattrick ÖEHV-Gegner Lettland besiegte in Relegation Ukraine

Nach Titelverteidiger und Olympiasieger Schweden ist auch Gastgeber Russland bei der WM in Moskau vorzeitig ins Viertelfinale eingezogen. Die Russen besiegten Italien mit 3:0 und stehen damit als zweiter Aufsteiger aus der Zwischenrunden-Gruppe E fest. In der Gruppe F feierte Kanada dank eines Hattricks des umstrittenen Kapitäns Shane Doan einen 6:3-Erfolg über Weißrussland und ist auch so gut wie weiter. In der Relegation fertigte Lettland, nächster Gegner der Österreicher, die Ukraine mit 5:0 ab und machte einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Ausgerechnet Kapitän Doan hat dem 23fachen Rekordweltmeister Kanada den Weg ins Viertelfinale geebnet. Einen Tag nach einer hitzigen Anhörung im Parlament in Ottawa gab der Stürmer der Phoenix Coyotes sportlich seine Antwort. Mit einem Hattrick innerhalb von 6:35 Minuten war er Matchwinner für die Kanadier. Die nach Hause geflogenen Spitzenfunktionäre des kanadischen Verbandes hatten Doan erneut gegen Vorwürfe verteidigt, er habe die Franko-Kanadier beleidigt. "Es macht Spaß, herüber zu kommen und um den Sieg zu spielen. Darauf konzentriere ich mich", erklärte Doan, der aus der Heimat viele ermunternde Anrufe erhält.

Die Weißrussen waren durch Ugarow (9.), der ein 5-gegen-3-Powerplay nutzte, in Führung gegangen. Doch im zweiten Abschnitt gelangen Doan nach dem 1:1 in Unterzahl (23.) noch zwei weitere Tore (26./30.), die die Wende zu Gunsten der "Ahornblätter" brachten. Zudem trafen Toews (29.), Cammalleri (37.) und Lombardi (57.) für Kanada.

Russland hatte gegen die Überraschungs-Mannschaft Italien hart zu kämpfen. Die Italiener um Torhüter Jason Muzzatti verteidigten sich gekonnt und kassierten erst in der 35. Minute durch NHL-Torjäger Ilja Kowaltschuk von den Atlanta Thrashers das 0:1. Alexander Frolow von den Los Angeles Kings sorgte in der 54. Minute nach Vorarbeit von Kowaltschuk für die Entscheidung, Alexej Morozow fixierte vier Sekunden vor Schluss den Endstand.

Lettland hatte mit der Ukraine keine Probleme. Cipulis (9.) und Saviels (18./PP) sowie Sorokins mit zwei Treffern im Mitteldrittel (22., 35./PP) machten vorzeitig alles klar.

(apa/red)