Steiermark von

Gasexplosion in Gamlitz:
Mehrere Verletzte

Explosion soll sich vermutlich im Zuge von Renovierungsarbeiten ereignet haben

Gasexplosion in Gamlitz © Bild: APA/Rotes Kreuz Leibnitz

Bei einer Gasexplosion in der Küche eines derzeit geschlossenen Gasthauses im südsteirischen Gamlitz sind am Donnerstag der Pächter sowie zwei seiner Angestellten verletzt worden. Sie hatten sich im Erdgeschoß des Gebäudes, das im Obergeschoß renoviert wird, aufgehalten, als es zur Explosion kam. Eine technische Ursache wurde von den Brandermittlern ausgeschlossen.

Gegen 9.15 Uhr war es zu der Explosion in dem Gasthaus am Gamlitzer Hauptplatz gekommen. Glassplitter flogen durch die Luft, die Fenster im Erdgeschoß wurden durch die Druckwelle der Explosion zerstört. Der Pächter sowie eine Köchin und ein Koch, die gerade mit Räumungsarbeiten beschäftigt waren, wurden verletzt. Der Wirt erlitt schwere Verbrennungen an den Beinen, seine beiden Angestellten kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die Patienten wurden vom Roten Kreuz ins LKH Wagna gebracht und konnten bisher nicht vernommen werden.

Laut Harald Stranz vom Landeskriminalamt Steiermark nahm die Explosion in der Küche ihren Ausgang. Dort wurden die Geräte mit Gas betrieben. Mit den Renovierungsarbeiten in den oberen Geschoßen dürfte die Explosion nichts zu tun gehabt haben. In den kommenden Tagen sollen der Pächter und seine Angestellten befragt werden. Erst danach dürfte die Ursache feststehen, hieß es am Donnerstagnachmittag.

Der praktische Arzt aus dem Ort hatte die Arbeiter erstversorgt. Laut Rotem Kreuz hätte mehr passieren können, denn nur weil es regnete, sei der ansonsten stark besuchte Marktplatz fast menschenleer gewesen, sagte Bezirkskommandant Klaus Steinwendter. Arbeiter, die sich ebenfalls im Gebäude sowie in einem benachbarten Gasthaus für eine Besprechung aufgehalten hatten, blieben unverletzt.

Stranz zufolge wurden durch die Druckwelle nicht nur die Fenster zerstört, sondern auch Innenwände beschädigt. Einsturzgefahr bestehe aber nicht. Die Küchenanlage sei vor der Explosion in Ordnung gewesen, ergaben die Ermittlungen.

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