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Grasgeflüster

Ratgeber: So legen Sie Ihren eigenen Rasen an. PLUS: Welcher Rasentyp sind Sie?

Frau mit Gießkanne im Garten © Bild: Thinkstock

Den eigenen Rasen anlegen erfordert nicht den ultimativen grünen Daumen. Alles, was hierfür notwendig ist, ist ein wenig Planung, Freude an der Arbeit im Freien und eine gute Portion Geduld. Dann sollte dem satten Grün vor der eigenen Haustür schon bald nichts mehr im Wege stehen! Und so geht's...

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Die Qual der Wahl

Bevor's an die Arbeit geht, gilt es folgende Fragen zu beantworten: Wofür will ich meinen Rasen nutzen? Spiel und Spaß oder Blumenfreude? Will ich ein möglichst schnelles Ergebnis oder stellt für mich Arbeit im Garten Entspannung dar? Diese Fragen sind letztendlich entscheidend dafür, welcher Grassamen später im Baumarkt gewählt wird.

Typ A: Der robuste Rasen

Soll der Rasen zum Spielparadies oder Sportplatz für die Kinder werden, ist es ratsam, sich für eine robustere Rasenvariante zu entscheiden. Eine solche Rasenart ist strapazierfähiger und regeneriert sich auch schneller wieder.

Typ B: Der Zierrasen

Ein Zierrasen für Blumen und Sträucher ist weniger strapazierfähig. Optisch ist das Gras kürzer und dichter. Die Gräser eines Zierrasens sind allerdings wesentlich feiner. Hier handelt es sich um eine andere Saatgutmischung als beispielsweise bei einem Sportrasen.

Typ C: Der schattenverträgliche Rasen

Für weniger sonnenverwöhnte Gärten sollten schattenverträgliche Gräser verwendet werden. Ein solches Gräser-Saatgut kann auch gemischt werden. So können Sie beispielsweise auf den sonnigeren Plätzen in Ihrem Garten eine Zierrasenmischung säen.

Typ D: Der Fertig-Rollrasen

Der Fertig-Rollrasen stellt die schnelle Alternative zu den vorherigen Optionen dar. Das grüne Ergebnis kann unmittelbar nach dem Ausrollen bewundert und vor allem betreten werden. Innerhalb weniger Wochen haben sich Rasenflächen mit dem vorher bearbeiteten Boden verwurzelt.

Der erste Spatenstich

Die Basis für einen gesunden Rasen ist ein gut vorbereiteter Boden: Unkraut muss gezupft und die künftig begrünte Fläche spatentief umgegraben werden. Wurzeln und Steine, die dabei zum Vorschein kommen, entfernen. Anschließend muss der Boden wieder planiert werden. Dazu einfach ein großes Brett auf die Erde legen und kräftig treten. Danach gönnen Sie dem Boden ein bis zwei Wochen Erholungszeit, die Sie perfekt mit dem Kauf des richtigen Saatguts überbrücken können.

Düngen und Säen

Verteilen Sie Dünger und Grassamen mit einem so genannten Streuwagen. Diese Variante ist unkompliziert und ermöglicht eine besonders regelmäßige Streuung. Oder aber Sie säen per Hand. Dabei ist es wichtig, möglichst regelmäßig zu streuen. Abschließend werden die Samen mit dem bereits beschriebenen Trittbrett oder einer Gartenwalze in den Boden gestampft.

Es ist vollbracht!

Bereits nach einer Woche sehen Sie die ersten zarten Halme aus dem Boden sprießen. Nach ungefähr einem Monat müssten dann alle Samen ausgetrieben sein. Während dieser Zeit sollten Sie die junge Grünfläche regelmäßig und ausreichend gießen. Und was natürlich auf keinen Fall fehlen darf: Feiern sie das vollbrachte Werk mit einer Runde Barfußgehen auf Ihrem eigens angelegten Rasen!

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