Garics verfolgt gegen Kroatien großes Ziel:
Napoli-Legionär sieht ÖFB-Team im Aufwind

Teamverteidiger voller Optimismus für heutiges Spiel Riskanter Schritt ins Ausland erweist sich als Erfolg

Garics verfolgt gegen Kroatien großes Ziel:
Napoli-Legionär sieht ÖFB-Team im Aufwind © Bild: APA/Jäger

György Garics spaziert in diesen Tagen strahlenden Gesichts durch das Quartier der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. "Ich fühle mich so wohl wie nie zuvor, auf und abseits des Platzes", beteuerte der 24-Jährige, der schon dem ersten EURO-Match des ÖFB-Teams gegen Kroatien entgegenfiebert. "Ich freue mich darauf. Da kann ein großes Ziel in Erfüllung gehen."

Seinen Optimismus schöpft der gebürtige Ungar aus dem Aufschwung der rot-weiß-roten Auswahl, den Garics seit seinem Debüt beim 2:1 in Liechtenstein im Oktober 2006 (der Defensivspieler erzielte damals das 1:1) festgestellt hat. "Wir haben uns auf allen Ebenen weiterentwickelt, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, wo die Kombinationen deutlich besser geworden sind. Es beginnt alles Hand und Fuß zu haben."

Der zwölffache Internationale ist im Moment aus dem Nationalteam nicht wegzudenken. Dieser Status war ihm von einigen Seiten nach seinem Wechsel von Rapid zu Napoli im Sommer 2006 nicht zugetraut worden. Garics aber biss sich durch und schaffte mit dem früheren Club von Diego Maradona den Aufstieg in die Serie A, wo er es in der vergangenen Saison auf 26 Einsätze brachte und zuletzt im Mai sogar gegen den AC Milan sein erstes Tor in der höchsten Liga des Weltmeister-Landes erzielte.

Mit Kraft, Willen und Geduld zum Durchbruch
"Ich habe diesen Schritt gewagt, weil ich wissen wollte, ob das in mir steckt, von dem ich glaube, dass es in mir steckt", meinte der ehemalige U21-Kapitän, dem sein Durchbruch in Italien große Genugtuung bereitet. "Es gibt viele Leute, die es lieber gesehen hätten, wenn ich gescheitert wäre. In diesem Land ist die Mentalität einiger eben so."

Geschafft habe er es schließlich "mit Kraft, Willen, Geduld und Qualität. Es liegt nur an einem selbst, ob man sich in einem Kader mit 25 Top-Spielern durchsetzt", sagte Garics, der jedem seiner ÖFB-Kollegen ein Auslands-Engagement ans Herz legt. "Man reift als Mensch und als Spieler, auch wenn es mit viel Arbeit verbunden ist. Man braucht auch die mentale Stärke, denn dort wird einem nichts geschenkt."

Der Ex-Rapidler begrüßte in diesem Zusammenhang den Wechsel von Ümit Korkmaz von den Hütteldorfern zu Eintracht Frankfurt, gab aber auch zu bedenken: "Im Endeffekt hat er noch nichts erreicht. Die wirkliche Arbeit beginnt erst jetzt."
(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?

Click!