Ganze Bibliotheken im 260-Gramm-Format:
Sonys neuer E-Reader im Test von E-MEDIA

E-Ink-Display sorgt für papierähnliches Lesegefühl Features und Handling des PRS-505 im Überblick

Ganze Bibliotheken im 260-Gramm-Format:
Sonys neuer E-Reader im Test von E-MEDIA © Bild: Sony

Jeder kennt sie, viele lieben sie, und manche haben ganze Regale davon zuhause - Bücher. Seit Jahrhunderten werden sie auf Papier gedruckt und Blatt für Blatt gelesen, doch schon in wenigen Jahren könnte sich das ändern. Elektronische Bücher, sogenannte "E-Books", sind im Kommen, und das erste in Österreich verfügbare Lesegerät, der PRS-505, stammt von Sony. Jetzt ist der 260 Gramm leichte Reader bei Thalia, Morawa und buchmedia in Österreich erhältlich. E-MEDIA hat ihn getestet.

Der aus "E-Paper" bestehende Bildschirm stellt bis zu acht Graustufen dar. Strom wird nur zum Umblättern benötigt, wobei der PRS-505 bis zu 6.800 Seitenumschläge verträgt, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Bücher werden übers Internet erworben und via USB vom PC auf den Reader übertragen. In den USA ist mit dem PRS-700 übrigens bereits eine verbesserte Version mit Touchscreen erschienen. Hierzulande bietet Sony nur das Standardmodell an.

Test
Dank seiner Lederhülle hat der Reader tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Buch. Bedient wird das Gerät über mehrere Tasten - die zum Weiterblättern sind gleich doppelt vorhanden. Die Anzeige ist nicht wie bei einem Monitor selbstleuchtend, sondern "passiv", wodurch ein Lesegefühl fast wie bei einem richtigen Buch entsteht. Der Kontrast ist sehr gut, und auch aus schrägem Blickwinkel oder bei Sonnenlicht ist die Lesbarkeit gewährleistet. Praktisch: Die Schriftgröße lässt sich in drei Stufen verändern. Zum Lesen bei Dunkelheit bietet Sony eine schwarze Hülle mit eingebautem Leselicht an.

Der Reader merkt sich, an welcher Stelle man im Buch mit dem Lesen aufgehört hat. Zusätzlich lassen sich "digitale Eselsohren" anlegen, über die man direkt zu den jeweiligen Seiten springen kann. Gewöhnungsbedürftig und oft auch nervig ist die lange Umblätterdauer. Für jeden Seitenwechsel benötigt der Reader 1-2 Sekunden, bei Bildern oder PDF-Dokumenten dauert's noch länger. Zügiges Durchblättern, um so nach einer bestimmten Stelle zu suchen, ist dadurch leider nicht möglich. Teilweise kann man sich mit den Nummerntasten behelfen, über die man eine Seitenzahl eingeben und direkt dorthin springen kann.

Wie und wo man E-Books kaufen kann, erfahren Sie in E-MEDIA 07/09!