"Ganz sicher kein Paradies": Neapel will Touristen nach Serie von Überfällen schützen

Italienische Stadt gilt als Hochburg der Kriminalität Auch Österreicher schon Opfer von Straßenräubern

Nach einer Serie von Überfällen auf Touristen will Neapel seine Besucher besser schützen. Um die Stadt, die als Hochburg der Kriminalität in Italien gilt, in den Sommermonaten etwas sicherer zu machen, sollen 40 zusätzliche Carabiniere Streife gehen.

Zwar versuchte Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino nach einer Krisensitzung am Freitagabend die Touristen zu beruhigen, räumte aber ein: "Ganz sicher ist Neapel kein Paradies."

Erst kürzlich gab es besonders unangenehme Schlagzeilen: So wurde ein Amerikaner von einer Gruppe Jugendlicher überfallen. Als er sich von dem Schreck erholt hatte und seine Angreifer verfolgte, wurde er von Anrainern bedroht. Wie italienische Zeitungen am Samstag berichteten, wurde erneut eine Österreicherin zum Opfer von Straßenräubern. Auch zwei Polen wurden ausgeraubt sowie eine schwangere Frau auf offener Straße geschlagen und bestohlen.

Die Behörden Neapels versuchen schon seit längerem vergeblich, den Touristen Schutz zu bieten. So bot die Polizei sogar einen besonderen "Service" an: Reisegruppen sollten die Behörden vorab telefonisch über ihre genauen Besichtigungspläne unterrichten. Die Polizei werde dann dafür sorgen, dass die Fremden an den jeweiligen Museen und Denkmälern nicht von Handtaschendieben, Betrügern oder anderen Kleinkriminellen belästigt werden. Zudem sollen Hotels ihre Gäste davor warnen, auf der Straße teure Uhren zu tragen.(apa/red)