Gamer im Visier von Cyber-Kriminellen:
33% aller Cheats, Patches und Co. verseucht

Virenschutz wegen Performance häufig deaktiviert

Gamer im Visier von Cyber-Kriminellen:
33% aller Cheats, Patches und Co. verseucht

Wenn Gamer in Tauschbörsen Cheats und Patches für Computerspiele herunterladen, fangen sie sich in einem Drittel aller Fälle ein Sicherheitsproblem ein. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Bochumer Unternehmens G Data. "Die Gamer stehen im Rampenlicht von Cyber-Kriminellen mit mafiösen Strukturen, die mit der Übernahme von fremden Rechnern Geld verdienen", sagte der Leiter der Forschungsabteilung bei G Data, Ralf Benzmüller.

Für die Untersuchung wurden alle Spielecheats und Patches heruntergeladen, die in gängigen Tauschbörsen und Download-Foren gefunden wurden. Nach Entfernung von Texten und Bildern blieben noch 969 Dateien übrig. Von diesen waren 325 nach Angaben Benzmüllers mit irgendeiner Schadenssoftware infiziert. Dabei handelte es sich in 68,3 Prozent der Fälle um "Adware", die zum Beispiel den Browser auf eine bestimmte Webseite entführt. 22,6 Prozent der Dateien enthielten einen Trojaner wie "Downloader" oder "Dropper", die weitere Daten auf den Computer laden. Backdoor-Schädlinge für die Fernsteuerung des Computers wurden in 4,9 Prozent der Fälle gefunden. Auf Spyware, Würmer und sonstige Schädlinge entfiel der Rest von 4,2 Prozent.

Brandaktuell und -gefährlich
Bei den Spielen, um die es in den Cheats und Patches ging, waren fast alle Top-Ten-Titel vertreten. Etwas häufiger seien Dateien für Command and Conquer sowie für Stalker infiziert gewesen, sagte Benzmüller. Kein einziges Mal sei hingegen der aktuelle Titel von Lara Croft bei den Infektionen aufgetaucht.

Auch beim Spielen gilt: Niemals "ohne"
Die Gamer seien deswegen besonders gefährdet, weil sie im Interesse einer möglichst hohen Spielleistung oft den Virenschutz und die Firewall ausschalteten, erklärte der G-Data-Experte. "Wenn ein ungeschützter Rechner im Internet steht, wird er innerhalb weniger Sekunden übernommen." Speziell an die Gamer wendet sich daher die neue Version der G Data InternetSecurity mit einem "Autopiloten", der bei der Einstellung der Firewall die Anforderungen der 20 meistverkauften Computerspiele berücksichtigt und Datenprozesse dann automatisch abblockt oder erlaubt. (apa/red)