Gagenkürzungen im ÖGB: Gewerkschafts-Bosse beteiligen sich an Sparmaßnahmen

Hundstorfer: "Es wird zu einer Symbolik kommen" Ex-Präsident Verzetnitsch soll Deal abgelehnt haben

Rund um die geplante ÖGB-Reform dürfte es auch zu Gehaltskürzungen der ÖGB-Spitze kommen. "Da wird es sicher zu einer Symbolik kommen. Wir müssen noch klären, wie sie ausschauen wird", sagte ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer. Er betonte, dass es auch bei den Pensionszuschüssen für Spitzenfunktionäre zu Einschränkungen kommen wird müssen.

Zum Vorschlag von GPA-Chef Wolfgang Katzian nach Abschaffung der Teilgewerkschaften sagte Hundstorfer in den "Vorarlberger Nachrichten": "Ich stehe dem Reformprozess neutral gegenüber, weil ich versuchen möchte, mit allen Strömungen einen Dialog zu führen. Fakt ist, dass sich der Arbeitsmarkt verändert. Und dass wir weiter schrumpfen werden, wenn wir dem nicht Folge leisten. In den Großbetrieben, im öffentlichen Dienst, sind wir gut aufgestellt. In den Klein- und Kleinstbetrieben haben wir unsere Defizite. Dort müssen wir neue Betreuungsformen entwickeln." Mit der Strukturreform werde jedenfalls "mehr Kontrolle" verbunden sein. "Unser Statut wird künftig anders aussehen", so Hundstorfer.

Weiter nicht offen legen will Hundstorfer die Gründe für die Entlassung von Ex-Präsident Fritz Verzetnitsch. Wie die "Presse" berichtet, soll der Entlassung ein Einigungsversuch zwischen Verzetnitsch und ÖGB vorausgegangen sein. Die Gewerkschaft hat ihrem Ex-Präsidenten demnach das Angebot gemacht, auf Pension und Abfertigung bis zur Klärung aller Vorwürfe zu verzichten. Verzetnitsch soll das abgelehnt haben, weshalb die Entlassung ausgesprochen worden sei. (apa/red)