"Gab kein sexuelles Verhältnis": Agentin
"Durand" sagte im Tierschützer-Prozess aus

Ermittlerin konnte keine Straftaten beobachten Aussage wurde über Videoleinwand übertragen

"Gab kein sexuelles Verhältnis": Agentin
"Durand" sagte im Tierschützer-Prozess aus © Bild: APA/Fohringer

Am 63. Verhandlungstag im Wiener Neustädter Prozess gegen 13 Tierschützer war es soweit: Die bereits zweimal verschobene Einvernahme der verdeckten Ermittlerin "Danielle Durands", die über ein Jahr im Verein gegen Tierfabriken (VgT) aktiv war, begann - kontradiktorisch im Nebenzimmer, übertragen über eine Videoleinwand. Die Befragung brachte aber nur Erinnerungslücken und wenig Spannendes zutage.

Im Internet habe die von April 2007 bis Juli 2008 als Französisch-Studentin getarnte Agentin von den wöchentlichen Demonstrationen vor Kleider Bauer erfahren und sich über die Lebens-und Denkweise der Veranstalter informiert. Richterin Sonja Arleth wollte daraufhin wissen, worin dabei der Zusammenhang mit den Anschlägen bestanden habe, welche die Soko aufklären sollte. "Diese Frage kann ich nicht beantworten", so die Zeugin. Sie wisse auch nicht, ob bestimmte Personen ins Auge gefasst wurden. "Mein Auftrag war es, gegen unbekannte Täter verdeckt zu ermitteln. Ziel war es, gefährliche Angriffe abzuwenden", sagte sie wie schon ihr polizeilicher "Führer" am Vortag.

Agentin konnte keine Straftaten beobachten
Inwieweit habe man erwartet, Erkenntnisse zur Gefahrenabwehr bei den Demos zu gewinnen, fragte die Richterin. "Ich versteh' die Frage nicht ganz", war die Antwort. Es habe die Möglichkeit bestanden, dass die Aktivisten dort gefährliche Angriffe planen, sich absprechen - etwa für "Jagdstörungen, Tiertransporterblockaden....und andere Straftaten", führte sie dann weiter aus. Auch bei Besprechungen im Büro des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) - laut Strafantrag die "Kommandozentrale" der kriminellen Organisation - sei sie gewesen. Während ihrer Anwesenheit wurden dort u.a. Transparente gemalt, Buttons gebastelt und Unterlagen kuvertiert, so die Zeugin. Strafrechtlich Relevantes habe sie nie gelesen, gehört oder gesehen.

Zeugin: "Es gab kein sexuelles Verhältnis"
Ein Nahverhältnis zu dem Zweitangeklagten, über das dieser mit Medien gesprochen hatte, bestritt "Durand": "Es gab kein sexuelles Verhältnis, wie es in den Medien berichtet worden ist", betonte die Frau. Die Berichte darüber seien kränkend und diffamierend.

(apa/red)

Kommentare

Eine Trauerminute sollte in Österreich ehestmöglichst eingelegt werden für die Französchisch Aufdeckerin der Sonderklasse Danielle Durands, oder vielleicht wäre Emanuelle Durants besser. Die Arme fühlt sich diskrminiert und ist wahrlich eine Lachnummer, sollte mit Mister Bean gemeinsam auftreten. Wie sollen sich die Tierschützer fühlen mit jahrelanger U-Haft für Nichts und wieder nichts? Vielleicht so wie ähnlich wie der Wikileaks Gründer der wegen einen geplatzten Gummi, Weltweit mit der Interpol gesucht wurde. Man fragt sich wirklich welch gute Kontakte Kleider Bauer zur Politik haben muß um derartiges zu erwirken? Haben wir wirklich nichts anderes zu tun?? Wie wäre es die Abzocker von Skylinks, und Konsorten wie Meischberger und Grasser mal zur Verantwortung zu ziehen? Geht doch nur um viel Geld der Steuernzahler

PAstorPeitl melden

Haftbefehl? Eines ist mir unklar. Wenn sowieso die gesamte Zeit eine Agentin da war, die nichts Auffälliges beobachtet hatte, mit welchem Recht wurde dann eigentlich ein Haftbefehl gegen Baruch ausgestellt?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

Berndorferbaer melden

Re: Haftbefehl? ja lieber pastor, warum wurde sie festgenommen: weil sie lügt und strafbare tatbestände fördert und mitmacht. die ist nicht dumm im sinne des wortes denn: sie weis von nichts. no na, bled wirds sein und es zugeben.
weist lieber pastor, man redet immer vom tierschutzgesetz, aber wir haben auch ein " tierhaltegestz ". nur, von dem will man nichts hören und schreiben.

PAstorPeitl melden

Re: Haftbefehl? Wenn ich das richtig verstehe, wäre es ihr Auftrag gewesen strafbare Tatbestände mitzumachen. Das ist bei Polizisten so.
Allerdings hat sie nichts gefunden.

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