G8-Gipfel von

Syrien ist bereits Thema

Noch vor Beginn des Gipfeltreffens in Nordirland debattierten Cameron und Putin

David Cameron und Wladimir Putin © Bild: imago stock&people

Der G8 steht wegen des Bürgerkriegs in Syrien ein stürmisches Gipfeltreffen bevor. Unmittelbar vor Beginn der Beratungen der Staats- und Regierungschefs aus acht führenden Industrienationen und Russland am Montagnachmittag bekräftigte dessen Präsident Wladimir Putin seine Unterstützung für Machthaber Bashar al-Assad. Dessen Gegner seien Kannibalen und dürften nicht mit Waffen beliefert werden, sagte Putin, der am Montagabend mit US-Präsident Barack Obama in Lough Erne in Nordirland zusammentreffen wird.

Obama will versuchen, Putin von seinem Kurs abzubringen. Die Erfolgschancen scheinen angesichts russischer Warnungen, die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien nicht zuzulassen, äußerst gering. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Einbeziehung Russlands in die Friedensbemühungen.

Nach einem Treffen mit dem gastgebenden britischen Premierminister David Cameron hatte Putin nachdrücklich vor westlichen Waffenlieferungen an Syrien gewarnt. Die Rebellen verspeisten vor laufenden Kameras die Eingeweide ihrer Feinde. "Wollt ihr diese Leute unterstützen? Wollt ihr denen Waffen liefern?", fragte der russische Staatschef am Sonntagabend. Mit seiner Äußerung bezog er sich auf ein Internet-Video, das zeigt, wie ein Rebell die Leiche eines syrischen Soldaten schändet und in dessen Organe beißt.