G-8-Gipfel in Camp David von

Streit um Konjunkturpolitik

Kombination aus Wachstum und Sanierung angestrebt - Euro-Verbleib Griechenlands

G-8-Gipfel in Camp David - Streit um Konjunkturpolitik © Bild: APA/EPA/Renolds

Die führenden Industriestaaten (G-8) haben sich endgültig von gemeinsamen Konjunkturprogrammen aus Steuer-Milliarden verabschiedet. Das wurde nach der ersten Arbeitssitzung beim G8-Gipfel in Camp David bei Washington deutlich. Die G8-Mitglieder sprachen sich zugleich für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus.

Angesichts unterschiedlicher ökonomischer Ausgangspositionen beließen es die Staats- und Regierungschefs in der Frage der Krisenbewältigung bei unverbindlichen Erklärungen, die nationale Alleingänge bei der Ausgabenpolitik genauso zuließen wie konsequente Haushaltssanierung.

Wirtschaft ankurbeln
Obama, aber auch der neue französische Präsident Hollande wollten nicht ausschließen, die Wirtschaft auch mit staatlichen Ausgaben anzukurbeln. Die deutsche Kanzlerin Merkel lehnte eine Fortsetzung der Schuldenpolitik in vielen Volkswirtschaften der westlichen Welt ab, wie aus den Delegationen verlautete.

Gastgeber Obama versuchte nach Angaben aus Teilnehmerkreise, alle Positionen in der Runde angemessen darzustellen. Laut Diplomaten sprach er sich in der ersten Arbeitssitzung am Vormittag (Ortszeit) für eine Kombination von Wachstum und Sanierung auch in der Euro-Zone aus. Der US-Präsident sprach sich aber gegen einen "künstlichen Impuls" aus, wie es weiter hieß.

Für Euro-Verbleib Griechenlands
Alle G-8-Mitglieder sprachen sich gemeinsam für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. "Alle G8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt", sagte die deutsche Kanzlerin Merkel am Rande der Beratungen. Voraussetzung sei aber, dass das Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalte.

Im weiteren Verlauf des Tages wollten die Staats- und Regierungschefs über den Klimaschutz, die Energiepolitik und Aufbauhilfe für Afghanistan sprechen. Zur G-8 gehören die USA, Kanada, Japan, Russland, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien. Auch die Spitze der Europäischen Union sitzt traditionell am Verhandlungstisch.

Kommentare

US Protektionismus: 31% bis 250% Strafzölle für Photovoltaik aus China Da geht es nicht um den Schutz der US Photovoltaikindustrie,

US Erdölindustrie
US Erdgasindustrie
US Kohleindustrie
US Ethanolindustrie ( Getreide für Autos statt für Menschen )
US Atomindustrie

Es wird keinen Wirtschaftsaufschwung mit fossiler Energie geben. Wenn sich die USA aber vor billiger Solarenergie mit Strafzöllen abschotten, wie soll es da besser werden?
http://politik.pege.org/2012/usa-protektionimus.htm

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