G-8-Gipfel in Camp David von

Griechen sollen bleiben

Staaten wollen Land weiter in Eurozone - Obama warnt vor Bedrohung der Weltwirtschaft

G-8-Gipfel in Camp David - Griechen sollen bleiben © Bild: APA/EPA/GUIDO BERGMANN

US-Präsident Obama hat zum Abschluss des G-8-Gipfels in Camp David vor einer Bedrohung der Weltwirtschaft durch die ökonomische Krise in der Eurozone gewarnt. Er begrüßte hingegen den neuen Schwerpunkt auf Konjunkturstimulation als mögliches Gegenmittel. "Die Richtung der Debatte in jüngster Zeit macht uns zuversichtlich", sagte Obama am Samstagabend (Ortszeit) vor Journalisten. Einen Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone schließen die G-8-Staaten vorerst aus.

Es gebe nun einen sich herausbildenden Konsens zu neuen Investitionen. "Wir haben alle zugestimmt, dass Wachstum und Jobs unsere Priorität sind", sagte Obama. Der US-Präsident, der im Herbst um seine Wiederwahl bangen muss, fordert bereits seit Jahren mehr Wachstumsimpulse, um die Weltwirtschaft in Schwung zu bringen. Eindringlich verwies er in Camp David darauf, dass sich Wachstum und Haushaltskonsolidierung nicht ausschließen. "Wir wissen, dass dies möglich ist", sagte er.

Obama: G-8-Staaten erkennen Griechenlands Opfer an
Der US-Präsident betonte zudem, die Führer der G-8-Staaten würden die "schmerzhaften Opfer" der griechischen Bevölkerung im Zuge der dortigen Wirtschaftskrise anerkennen, und seien in der Lage mit den dortigen Problemen umzugehen. Europa habe die Fähigkeiten, seine Probleme zu überwinden. "Die politischen Führer wissen, was auf dem Spiel steht", sagte Obama mit Blick auf mögliche Unruhen in Griechenland und Spanien.

Eurobonds: Druck auf Deutschland wächst
Der französische Präsident Hollande kündigte unterdessen an, beim EU-Gipfel kommende Woche am 23. Mai gemeinsam mit europäischen Partnern die Einführung von Eurobonds und andere wachstumsfördernde Maßnahmen vorzuschlagen. "Ich werde mit meinem Vorschlag nicht alleine sein", sagte Hollande nach dem Gipfel. Er kündigte an, Druck auf Deutschlands Regierung auszuüben, ihr Veto gegen Eurobonds aufzugeben.

G8: Kein Ausschluss für Griechenland
Angesichts der Turbulenzen in der europäischen Schuldenkrise lehnte die G8 einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone ab. "Alle G8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt", sagte die deutsche Kanzlerin Merkel. Voraussetzung sei, dass das Land seine Verpflichtungen einhalte. "Das ist von allen gleichermaßen hier so geteilt worden." Die Europäer hoffen, dass sich bei den Neuwahlen in Griechenland am 17. Juni Parteien durchsetzen, die das umstrittene Spar- und Reformprogramm weiterführen.

WKO-Präsident: Aufwendungen auch bei Austritt hoch
Auch WKO-Präsident Christoph Leitl hat sich vor dem Wirtschaftsforum der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. Außerdem tritt er für Eurobonds mit differenzierten Zinsen für die einzelnen Länder ein. Leitl stellte fest, es sei nicht angebracht, aus Emotionalität heraus zu verlangen: "Hinaus mit den Griechen". Das sei keine Lösung. Für Europa werde es hohe Aufwendungen geben, egal, ob das Land in der Eurozone bleibe oder nicht.

Griechenland könnte nach Einschätzung des slowenischen Finanzministers Janez Sustersic schnell aus der Euro-Zone austreten. "Es könnte kurzerhand geschehen, wenn nötig", sagte Sustersic am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Letztlich liege die Entscheidung über den Verbleib in der Euro-Zone in den Händen der griechischen Wähler.

"Wir sind weiter bereit, Griechenland in der Euro-Zone zu haben und jeder wäre darüber glücklich, weil es das beste Szenario ist." Zugleich fügte der Finanzminister des Euro-Landes Slowenien hinzu: "Es ist nicht unmöglich, sich eine Euro-Zone ohne Griechenland vorzustellen."

Kommentare

DoisM melden

Gemeinsam sind wir Brüder und Schwestern Hier wird GEschichte geschrieben. Staaten haben sich in der Vergangenheit in der Geschichte aufgelöst und Völker gewandert. Die EU ist das Staatenbündnis das gemeinsam Geschichte schreibt und stark sein will durch Einheit.

Habt ihr in den Lehrbüchern schon mal gehört wieviel Schulden im alten Rom waren oder wer wo wieviel Geld ausgeggeben hat?

NEIN

Geld wird nicht Geschichte machen sondern Zusammenhalt, und gemeinsamer Wille. Eine europäische Familie wird sich keine Hand abhacken wenn sie schmerzt und zu verbluten droht. Sie soll die Wunde verbinden und die Hand davor schützen von aussen infiziert zu werden.

Die ZUkunft wird hier bestimmt. Durch uns und unsere Taten. Griechenland ist der Beginn und zeigt uns wie stark wir sein können oder ob wir uns zersplittern lassen.

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Oja, für Solidarität bin ich gern und immer zu haben,.. nur zum gemeinsamen Absaufen ist mein Herz dann doch nicht weich genug.
Schon mal überlegt, dass Europa außerhalb von Kriegs- und Pestzeiten noch nie dermaßen in der Bredouille war und dass es doch was mit der EU zu tun haben könnte?Und wer einen Fisch mit einem Vogel zusammenbindet,hat kein Lebewesen,das zu Wasser und zur Luft kann, sondern zwei tote Viecher. Da nutzt auch der stärkste Zusammenhalt nichts.

Und abgesehen davon, dass mir prinzipiell der EU-Kotau vor dem Shareholder-Value Sorgen beschert und ich"Einer für Alle,Alle für Einen",hin oder her,kein Musketier bin, würde ich gerne die Gemeinschaft verlassen und selber wursteln,aber man läßt mich nicht, sondern will mir ein europäisches Zentralkasperltheater aufs Auge drücken. Und beim allerbesten Willen, das will ich nicht!

stabilis melden

Liebe Politiker 1. die Griechen wollen den EURO, ok!
2. die Griechen wollen aber nicht sparen und ihre Schulden zurückzahlen, ok?
3. die Griechen zeigen Euch Politikern das durch die Wahlen!
4. die Griechen wollen aber weiterhin viel Geld von uns EU Staaten

Fazit: die Griechen wollen Euch Politiker nicht, sie wollen das geborgte Geld nicht zurückzahlen und wollen weiter Geld. Also alles haben aber nichts dafür tun. Das nennt man Schlaraffenland.

Liebe Politiker, stellt bitte den Griechen mit der Neuwahl ein letztes Ultimatum ... und wenn es wieder unregierbar bleibt dann lasst die Griechen bitte endlich ziehen, lasst sie gehen!

Und liebe Mitbürger: wer ist dabei die Politiker wegen Betrugs zu klagen falls die nochmals einen Euro aus unserem STeuergeld an Griechenland verschwenden?

christian95 melden

Re: Liebe Politiker So kann es doch nicht weiter gehen!

Griechenland bekommt knapp 400 Mrd.,
die Griechen selber sehen davon keinen Cent.
Griechenland, Spanien, Portugal usw. haben eine Rekordarbeitslosigkeit.

Den Geberländern fehlen die Mrd. für Investitionen im eigenen Land. (Früher wurde das viele Geld im eigenen Land investiert und damit Wohlstand und Arbeiotsplätze geschaffen.) Auch in den Geberländern gibt es Rekordarbeitslosigkeit.

Da wollen die Politiker so weiter machen???

simm1111

G8 Gipfel Das ist schön das sich der G8 Gipfel für einen Verbleib der Griechen im Euroraum aussprechen, nur wer ist aller im G8 Gipfel? Die USA kann leicht reden das Griechenland dabei bleibt, die müssen ja nichts zahlen?

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herr sustersic ! ich könnte mir einen euro ohne griechen und slowenern gut vorstellen !beide sind ein wie ein krepsgeschwür das kurz und schmerzfrei entfernt gehöhrt !!!

stabilis melden

Re: herr sustersic ! Krebs -> nicht KREPS und wtf hat jetzt Slowenien mit Griechenland zu tun? Bist Du ein serbischer Nationalist oder so ähnlich? ODer nur ein Känrtner der die Ortstafelthematik nicht verdaut hat?

Griechenland Nachdem die EU Milliarden in das Fass ohne Boden geschmissen hat, Merkel und Sarkorzy sei Dank schwimmen den Bonzen jetzt die Fälle davon . die Neuwahl die ja wohl sein musst hat zur Unregiebarkeit von Griechenland geführt. Und die Neuwahl der Neuwahl wird sicherlich keine Lösung bringen. DAnk der Unfähigkeit seiner Politiker darf das griechische Volk nochmals eine Wahlkrampf über sich ergehen lassen, der nichts bringt und nur kostest und sicherlich doch auch von diesem Spastiverein EU finanziert wird. Das Griechenland bankrott ist ist schon lange Fakt, nur in Brüssel will man das nicht wahrhaben

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