G-20 von

Europa bleibt allein

Im Kampf gegen die Schuldenkrise - USA, China, und Co. werden nicht helfen

G-20 - Europa bleibt allein © Bild: APA/EPA/Grimm

Europa bleibt im Kampf gegen die Schuldenkrise weitgehend auf sich gestellt. Weder die USA noch andere große Wirtschaftsblöcke wie China oder Indien sehen sich in der Pflicht, die Gefahren aus spanischer Bankenkrise, italienischer Rezession und griechischen Reformproblemen einzudämmen. Zum Abschluss des G-20-Gipfels in Mexiko gab es mehr Absichtserklärungen als konkrete Pläne.

Den Streit über den richtigen Weg zu mehr Wirtschaftswachstum - in Europa zwischen Frankreich und Deutschland - suchte die Gruppe der 20 (G-20) zunächst mit einer unverbindlichen Passage in der Abschlusserklärung aufzulösen. Letztlich werden auf Pump finanzierte Programme genauso gut geheißen wie Haushaltssanierung und Strukturreformen.

Merkel glättet die Wogen
Nachdem es zum Gipfelauftakt Streit und Schuldzuweisungen in Richtung Europa gab, glättete die deutsche Kanzlerin Angela Merkel die Wogen. Sie sprach von einem "wichtigen Gipfel" mit einer ausgewogenen Debatte über Wachstumsimpulse in einer "Atmosphäre der Partnerschaft". Es habe eine "ganz ehrliche Aussprache" über die Probleme aller Länder gegeben. "Und das waren nicht nur die Europäer", sagte sie. Es sei deutlich geworden, dass jeder Verantwortung trage, seine Probleme zu lösen.

Immerhin statten die führenden Volkswirtschaften der Erde (G-20) ihre Finanz-Feuerwehr, den Internationalen Währungsfonds (IWF), mit mehr Mitteln aus als zunächst gedacht: Insgesamt erhöht sich der IWF-Schutzwall - Geld, auf das alle IWF-Mitglieder im Notfall zurückgreifen können - auf mehr als eine Billion US-Dollar (792 Mrd. Euro).

Obama-Treffen nachgeholt
Alle Delegationen beeilten sich, Aufregung über ein am Vorabend abgesagtes Treffen von US-Präsident Barack Obama mit den europäischen Kollegen zu zerstreuen. Es wurde nachgeholt, ohne dass zunächst Inhalte bekanntwurden.

Bei allem Verständnis aus den USA, China, Indien und anderen G-20-Staaten für die europäische Notlage gab es doch kritische Töne. Letztlich steht Europa im Kampf gegen die Schuldenkrise allein da. In der Abschlusserklärung, die der Nachrichtenagentur dpa als Entwurf vorlag, heißt es, die Eurozone sei in der Pflicht, die Finanzmärkte zu beruhigen, Vertrauen zurückzugewinnen und Wachstum zu schaffen.

Kommentare

Europas (Merkels) größte Niederlage.....Die Neo Con abgeordnete Merkel hat sich mit ihrer Schleimerpolitik doch isolieren können. Hut ab! So ergeht es der Einflusssreichste Frau der Welt...wir Steuerzahler sind die Rettung für Alle.

Seite 1 von 1