Fußballerherz als Tüpfelchen auf dem 'i':
August Starek gibt seinen Meistertipp ab

Salzburg, Austria oder Sturm: Er trainierte sie alle Starek erklärt NEWS.at exklusiv, wer Meister wird

Fußballerherz als Tüpfelchen auf dem 'i':
August Starek gibt seinen Meistertipp ab © Bild: GEPA/Stocker

NEWS.at: Sie waren Trainer bei allen Vereinen, die aktuell noch um den Titel in Österreich kämpfen. Für wen schlägt Ihr Herz?
Starek: An und für sich sympathisiere ich am ehesten mit Sturm Graz. Der Austria hätte ich es gewünscht, wenn es schon Rapid nicht wird. Salzburg war zwar die erste Trainerstation nach meiner Karriere als Spieler, aber das ist nicht mehr das Salzburg, das ich kenne. Das ist ein künstlicher Klub, obwohl ich das nicht unbedingt negativ meine. Aber mein Herz hängt eher beim alten Salzburger Klub.

NEWS.at: Und wer ist Ihr sportlicher Favorit?
Starek: Normalerweise müsste Salzburg noch Meister werden. Aufgrund des Kaders. Vom Spielermaterial ist das Potenzial am größten. Sturm Graz hat aber etwas mehr Herz. Das Herz ist oft eine wichtige Komponente. Wenn es zur Entscheidung kommt und Fußballer das Herz reinlegen, ist das oft das Tüpfelchen auf dem i.

NEWS.at: In der Liga geht es wahnsinnig eng zu, aber alle haben relativ wenig Punkte. Ein Zeichen für Qualität oder für sinkendes Niveau insgesamt?
Starek: Es ist irgendwie offensichtlich, dass keine Mannschaft über die ganze Saison herausragende Leistungen bringt, das nivelliert sich. Ein Club hat einmal eine Serie und fällt dann wieder zurück. Die Konstanz ist bei allen Spitzenklubs nicht gegeben.

NEWS.at: Werden Sie am Montag als Rapid-Trainer präsentiert?
Starek (lacht) : Nein. Ich schlage vor, dass Hans Krankl wieder ins Geschehen eingreift.

NEWS.at: Wird man Sie überhaupt wieder im österreichischen Fußball sehen?
Starek: Ich bin Pensionist und meine Karriere ist an und für sich vorbei. Aber wenn jemand Rat braucht, stehe ich ohne Funktion gerne zur Verfügung. Ich finde überhaupt, dass Verantwortliche aller Klubs sich zu wenig Informationen von ehemaligen Spielern holen, die das kostenlos machen würden. Das fehlt mir. Nicht persönlich, aber die Verantwortlichen informieren sich nicht umfassend. Das ist das wichtigste überhaupt. Erst dann können sie sich ein Urteil bilden. Ein Umdenken wäre nicht schlecht. Alte Spieler stehen sicher zur Verfügung. Kostenlose Information, wo gibt es das sonst in einem Business.

(Paddy Fischer)

Zur Person:
August Starek startete seine Karriere beim Simmeringer SC. Es folgten Engagements als Spieler unter anderem bei Rapid, dem 1. FC Nürnberg, FC Bayern München und dem LASK. Dabei sammelte der Wiener eine beeindruckende Zahl an Erfolgen. Mit Rapid war er Österreichischer Meister (1967) und Cupsieger (1976), außerdem auch 1967 Torschützenkönig in Österreich. Deutscher Meister war er mit dem 1. FC Nürnberg (1968) und holte mit Bayern München ein Jahr später sogar das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.

Danach folgte ein fast 20-jährige Karriere als Trainer, in der Starek unter anderem an allen, noch im Titelkampf in Österreich aktiven Vereinen beteiligt war: 1980/81 beim SV Austria Salzburg, 1988 bei Austria Wien und von 1989 bis 1991 bei Sturm Graz.

Kommentare

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Gute Leute im eigenen Land Starek war ein Klasse-Spieler und guter Trainer.
Ich finde, dass so Typen wie Starek und Krankl der ö. Bundesliga fehlen. Seine Sprüche sind Klassiker.
Nichts gegen die Herren Moniz oder Stevens,aber brauchen wir die wirklich??
Kleiner Tipp an Hr.Mateschitz: schauen sie einmal nach Ried
was da mit einfachen Mitteln geleistet wird.
Ich wette mit Gludowatz hätte Salzburg 15 Punkte Vorsprung.

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Re: Gute Leute im eigenen Land Stevens ist eh Gesichte, und Herr Krankel hat bei Rapid versagt.

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