Aufbautraining von

WM 2014: Bangen
um wichtige Spieler

Deutschland, Uruguay und Spanien hoffen auf Genesung ihrer Top-Stars

FUSSBALL - AUT vs URU, Testspiel © Bild: GEPA pictures / Daniel Goetzhaber

Dabei oder nicht dabei? Das ist die Frage für einige prominente Teamkicker im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Deutschlands Teamkapitän Philipp Lahm hat am Dienstagvormittag in St. Leonhard nach seiner Fußverletzung wieder das Lauftraining aufgenomme. Der 30-jährige Münchner hatte im DFB-Cupfinale eine Kapselverletzung am linken Sprunggelenk erlitten und musste zehn Tage pausieren. Auch bei Uruguay und Spanien hofft man auf die rechtzeitige Genesung wichtiger Spieler wie Luis Suarez und Diego Costa.

Beim deutschen Nationalteam setzte auch Lahms Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger sein individuelles Aufbauprogramm fort. Es fehlten aber noch der an der Schulter verletzte Torwart Manuel Neuer sowie der angeschlagene Marcel Schmelzer (Knie). Champions-League-Sieger Sami Khedira, der erst am späten Montagabend zum Team gestoßen war, darf sich nach den Feierlichkeiten mit Real Madrid zunächst akklimatisieren.

Uruguay: Hoffen auf Luis Suarez

Uruguay hofft weiter auf den Einsatz seines Top-Torjägers Luis Suarez bei der Fußball-WM. Weder Teamarzt noch Trainer wollten sich aber auf einen Zeitpunkt festlegen, wann der Liverpool-Stürmer nach seiner Operation am linken Knie am vergangenen Donnerstag tatsächlich wieder fit sein wird. "Es ist sehr riskant, exakte Daten anzugeben", betonte Auswahl-Mediziner Alberto Pan am Montag in Montevideo.

"Wir können keine absolute Gewissheit haben oder klare Zahlen nennen, aber die postoperative Phase ist bisher sehr gut verlaufen", sagte Pan. Man habe keine Zweifel an Suarez' Willen und seinen körperlichen Voraussetzungen, betonte Nationalcoach Oscar Tabarez. "Aber an erster Stelle steht bei uns die Sorge um die Gesundheit des Spielers", sagte der Trainer des WM-Vierten von 2010. "Es hilft ihm nichts, wenn wir die Prozesse beschleunigen oder ein unnötiges Risiko eingehen." Das erste WM-Spiel steht für Uruguay am 14. Juni gegen Costa Rica an.

Spanien: Schlechte Chancen für Costa

Spaniens Fußball-Teamchef Vicente del Bosque will erst "im letzten Augenblick" darüber entscheiden, ob er den angeschlagenen Torjäger Diego Costa mit zur WM nimmt. "Wir wissen derzeit nicht mehr als das, was im Bulletin der Ärzte steht", sagte der Coach. Nach Angaben des spanischen Verbandes leidet der Stürmer von Atletico Madrid an einem leichten Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel.

Costa war wegen der Blessur am Samstag im Champions-League-Finale gegen Real Madrid bereits nach acht Minuten ausgewechselt worden. Nach Medienberichten stehen seine Chancen für eine WM-Teilnahme ziemlich schlecht. Der Trainer des Welt- und Europameisters hatte erst kürzlich angekündigt: "Wer am 2. Juni nicht trainieren kann, reist nicht nach Brasilien." Neben Diego Costa ist auch der Angreifer Jesus Navas von Manchester City verletzt.

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