Fußball-Ikone von

Nach WM-Drama: Maradona
brauchte ärztliche Hilfe

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Bilder zeigen einen völlig erschöpften Maradona auf einem Sessel in einem VIP-Loge zusammen mit Sanitätern. Einer der Helfer fühlt Maradona den Puls.

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Der Weltmeister von 1986 hatte einmal mehr auf der Tribüne seine eigene Show geliefert. Vor dem Anpfiff des nervenaufreibenden 2:1-Siegs seiner Erben gegen Nigeria hatte er einen weiblichen Fan im Nigeria-Trikot erblickt und die Sicherheitskräfte gebeten, die Dame zu ihm durchzulassen. Vor seinem Sitzplatz führten sie einen spontanen Tanz auf.

Stadion-Leinwand zeigte komplette Szene

Die Szene wurde über die Stadion-Leinwand übertragen und erfreute die Fans beider Lager. Nahezu sämtliche Zuschauer im direkten Umkreis hielten die Szene per Handy fest. In den sozialen Netzwerken wurde der Tänzchen-Film in kürzester Zeit zum Renner.

Maradona zeigte beide Mittelfinger...

Nach dem Siegtreffer durch Marcos Rojo kurz vor Schluss zeigte Maradona den Reihen unter ihm die Mittelfinger beider Hände und wirkte wie entfesselt, nachdem er zur Pause in seinem VIP-Sitz mit geschlossenen Augen inne gehalten hatte.

Maradona gibt nach Gesundheitsbedenken Entwarnung

Nachdem Maradona einen äußerst merkwürdigen Eindruck hinterließ, machten sich viele Fans ernsthafte Sorgen um seinen Gesundheitszustand. Er sei nicht im Krankenhaus gewesen, versicherte Maradona nach seinen exzentrischen Auftritt auf der Tribune. "Ich möchte Ihnen sagen, dass es mir gut geht", schrieb der 57-Jährige am Mittwoch auf Instagram zu einem Foto, das ihn mit zwei Sanitätern zeigt. Er habe in der ersten Halbzeit Nackenschmerzen gehabt und eine Dekompensation (Symptome einer Organstörung, Anm.) erlitten. Ein Arzt habe ihm empfohlen, ins Hotel zu gehen.

»Diego wird noch eine Weile da sein«

"Aber ich wollte bleiben, weil es für uns um alles ging. Wie hätte ich da gehen können?", fragte Maradona. Als Marcos Rojo in der 86. Minute das Siegestor geschossen hatte, hatte sich Maradona brüllend mit ausgestreckten Mittelfingern über die Brüstung seiner VIP-Loge gelehnt. Er schicke allen einen Kuss und entschuldige sich für den Schock, den er ausgelöst habe. "Diego wird noch eine Weile da sein", schrieb er.

Jahrelange Drogen- und Alkoholprobleme

Maradona hatte in der Vergangenheit schon öfter gesundheitliche Problemen. Jahrelang kämpfte er mit Drogen- und Alkoholproblemen, mehrere Entziehungskuren scheiterten. 2000 und 2004 wurde er mit einem Herzinfarkt in die Klinik eingewiesen, Grund soll jeweils eine Überdosis Kokain gewesen sein. 2007 gab es sogar schon Gerüchte über seinen Tod.

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