Fussball von

Das vielleicht heiligste Turnier:
Clericus Cup startet im Vatikan

382 Fußballer aus 67 Ländern spielen spielen gegeneinander - nur nicht sonntags

Clericus Cup Pokal © Bild: imago/Granata Images

Fußball ist an sich kein wirklich skurriler Sport. Wenn nun aber 16 Mannschaften aus Seminarschülern, Collegestudenten und jungen Priestern sowie ein Team der Schweizer Garde um einen Titel kämpfen, ist das etwas Besonderes. Dann nämlich hat der Klerus-Pokal im Vatikan wieder begonnen.

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Insgesamt 382 Fußballer aus 67 verschiedenen Ländern beteiligen sich am "Clericus Cup". Gespielt wird in vier Gruppen mit je vier Mannschaften. Das Endspiel wird am 23. Mai ausgetragen, dem Pfingstsamstag.

Du sollst den Tag des Herrn heiligen

Erstmals hatte das Turnier im Frühjahr 2007 stattgefunden. An dem "Clericus Cup" dürfen sich Geistliche der katholischen Universitäten in Rom beteiligen. Ausdrücklich verboten sind Spiele am Sonntag. Allen Teilnehmern sind auf dem Feld laut Ausschreibung jegliche Unmutsäußerungen oder gar Kritik an den Schiedsrichtern verboten. Andernfalls droht ein sofortiger Ausschluss.

Clericus Cup
© ALBERTO PIZZOLI/AFP/Getty Images Fußball vor der Kulisse des Petersdoms

Die Organisation des Turniers ist Ausdruck der wachsenden Fußball-Begeisterung im Vatikan. "Sport ist eine wichtige Erfahrung für die Jugend und ein Mittel zur Evangelisierung", sagte der Präsident des Clericus Cup, Alessio Albertini, bei der Vorstellung des Turniers.

Fußball und Cricket im Vatikan

Eine Mannschaft aus afrikanischen Seminaristen des katholischen Kollegs "Collegio Urbano" hatte die letzte Auflage des "Clericus Cup" im vergangenen Jahr gewonnen. 2013 hatte der Vatikan zudem sein eigenes Cricket-Team gegründet. Die Mannschaft, die "St Peter's Cricket Club" heißt, rekrutiert die besten Spieler unter den 300 in Rom lebenden Priestern und Seminaristen aus Cricket-Ländern wie England, Australien, Südafrika, Indien und Pakistan.

Papst Franziskus ist als großer Sportfreund bekannt. Er ist ein Fan des argentinischen Vereins San Lorenzo. Immer wieder empfängt er eine Fußballmannschaft, so wie im vergangenen Oktober die Mannschaft und Vereinsführung des FC Bayern München.

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