Fußball-Thriller in Hütteldorf: Dramatisches Spitzenspiel Rapid gegen Salzburg endet 2:2

Bullen erzielen Ausgleichstreffer in Nachspielzeit Wechselbad der Gefühle: 3 Tore in letzten 6 Minuten

Fußball-Thriller in Hütteldorf: Dramatisches Spitzenspiel Rapid gegen Salzburg endet 2:2

Die letzten Minuten des Bundesliga-Duells Rapid gegen Salzburg werden in die Annalen eingehen. Verdient führten die Wiener durch ein Tor von Marek Kincl in der 63. Minute mit 1:0, als Aufhauser für die auf zehn Mann reduzierten Bullen in der 87. Minute auf 1:1 ausglich. Postwendend schaffte Kincl in der 89. Minute das 2:1. Doch damit war die Partie noch nicht entschieden. Denn Dudic, bereits im Herbst beim 1:1 im St. Hanappi in der Nachspielzeit erfolgreich, gelang in der 93. Minute mit einem weiteren Kopfballtreffer das 2:2.

In der packenden Partie vor ausverkauftem Haus hätten sich die Hütteldorfer ihren ersten vollen Erfolg nach fünf sieglosen Spielen gegen die Salzburger verdient. Dass sie die Führung aber zwei Mal verloren, spricht einerseits für den Kampfgeist des kommenden Meisters, anderseits aber auch gegen die Rapid-Defensive, die sich bei den Gegentreffern recht ungeschickt anstellte.

So blieben die Roten Bullen auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen, auch wenn ihr Vorsprung in der Tabelle auf die in Tirol siegreichen Mattersburger auf 14 Punkte "schmolz". Rapid verlor im Kampf um einen möglichen UEFA-Cup-Platz an Boden.

Rapid dominierte in dem schnellen, kampfbetonten Match meistens, hatte mehr Spielanteile und auch die besseren Chancen, übte zeitweise auch einen großen Druck aus, die Akteure waren aber nach dem Schlusspfiff dennoch bitter enttäuscht. Die Schüsse von Hiden, Kincl, Kavlak, Bejbl, Hofmann waren nicht gut genug oder wurden eine Beute von Ochs.

Für die Gäste gab es knapp nach der Pause zwei Möglichkeiten (Payer parierte die guten Schüsse von Pitak und Zickler) und dann bis zu den Schlussminuten gar nichts mehr. Ab der 61. Minute mussten sie allerdings ohne Carboni auskommen, der nach einem Foul an Hofmann seine zweite Gelbe Karte und damit auch die rote sah.

Zwei Minuten später durfte Rapid endlich jubeln, als Kincl nach Vorarbeit von Hofmann und Katzer aus kurzer Distanz das 1:0 schoss. Ein Eckball von Vonlanthen, den Meyer mit dem Kopf zu Aufhauser verlängerte bedeutete durch einen weiteren Kopfball des Internationalen das 1:1 (87.). Zwei Minuten später köpfelte Kincl eine Flanke von Hofmann zum 2:1 (es war sein sechstes Saisontor), ehe Dudic in der 93. nach Vorarbeit von Pitak mit dem dritten Kopfballtreffer das unerwartete 2:2 glückte.

(apa/red)