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Start in die Ligue 1: Wer stoppt PSG?

Pariser Millionentruppe klarer Favorit auf den Titel in Frankreich - Bleibt Falcao?

Zlatan hebt die Arme © Bild: Victor Fraile/Getty Images

Am Freitag geht die neue Saison in der Ligue 1 los. Champion Paris St. Germain startet in Reims den Angriff auf die dritte Meisterschaft in Folge. Alles andere als der neuerliche Titelgewinn für das Starensemble um den Schweden Zlatan Ibrahimovic wäre eine Überraschung. Selbst der mit ausländischen Millionen aufgerüstete AS Monaco gilt gegen die Pariser als Außenseiter.

Die Monegassen mussten mit dem an Real Madrid verlorenen Jungstar James Rodriguez einen herben Aderlass hinnehmen. PSG hingegen hat im Sommer weiter investiert. Für mehr als 50 Millionen Euro kam Brasiliens Teamverteidiger David Luiz vom FC Chelsea. Die Regeln des Financial Fair Play - die Pariser dürfen heuer maximal 60 Mio. Euro ausgeben - umgeht der Club geschickt. Die zehn Millionen für den Ivorer Serge Aurier müssen etwa erst kommende Saison beglichen werden.

Kommt di Maria? Geht Falcao?

Der Außenverteidiger ist vorerst ausgeliehen, auf ähnliche Art und Weise versucht PSG auch noch Angel di Maria von Real an die Seine zu locken. Allerdings kamen die Verhandlungen um einen Wechsel des WM-Finalisten zuletzt ins Stocken. Di Maria ist Clubboss Nasser al-Khelaifi schlicht zu teuer. Die "Königlichen" sollen für den Argentinier, Spieler des Spiels im Champions-League-Finale, bis zu 75 Millionen Euro verlangen.

Radamel Falcao beim Comeback für Monaco
© Michael Regan/Getty Images Falcao gab nach langer Verletzungspause sein Comeback

Während James Rodriguez dem AS Monaco abhanden gekommen ist, bleibt dessen Landsmann Radamel Falcao dem Fürstentum zumindest vorerst erhalten. Ibrahimovic vs. Falcao - die Ligue 1 ist damit weiterhin ein Duell der Stürmerstars. Nur ein möglicher Transfer von "El Tigre" - Liverpool, ManCity und auch Real Madrid zeigen starkes Interesse - könnte das ändern.

Eine Liga für zwei

In den vergangenen beiden Jahren hat PSG die Liga dominiert, auch in der Champions League reichte es zuletzt zumindest für das Viertelfinale. Das Jahresbudget haben die Pariser dank der Clubeigentümer aus Katar noch einmal um zehn Prozent auf kolportierte 500 Mio. Euro erhöht. Monaco folgt mit 300 Millionen.

AS Monaco gegen Paris St. Germain
© JEAN CHRISTOPHE MAGNENET/AFP/Getty Images Monaco ist wieder erster PSG-Herausforderer

Traditionsvereine in Sorge

Die Traditionsclubs Olympique Lyon und Olympique Marseille können da nicht mehr mithalten. Beide haben in dieser Saison die Champions League verpasst. Der Ligue 1 stehen drei Startplätze zu, jenen in der Qualifikation holte sich Ex-Meister Lille. Marseille setzt vor allem auf Neo-Trainer Marcelo Bielsa. Das runderneuerte und auf 67.000 Plätze ausgebaute Stade Velodrome wird am Sonntag in einer Woche gegen Montpellier eingeweiht.

Zum Auftakt gastiert "OM" am Samstag (21.00 Uhr) in Bastia, Lyon bekommt es am Sonntag (17.00) zu Hause mit Österreichs neuem Frankreich-Legionär Philipp Hosiner und Stade Rennes zu tun. Monaco startet die Jagd auf PSG am Sonntagabend (21.00) daheim gegen Lorient.

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