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ÖFB-U19 ohne Lazaro aber
mit großen Ambitionen zur EM

Salzburger erhält keine Freigabe - Rot-weiß-rotes Team dennoch stark aufgestellt

Valentino Lazaro im Training mit dem ÖFB-Team © Bild: GEPA pictures/ Florian Ertl

Für Österreichs U19-Fußballer hat der finale Countdown zur EM in Ungarn begonnen. Die Auswahl von Teamchef Andreas Heraf holt sich seit Montag im Teamcamp in Vösendorf den letzten Feinschliff, am Donnerstag reist das ÖFB-Team dann Richtung Ungarn. Zum Auftakt der Gruppe A der EURO wartet am Samstag (18 Uhr) in Budapest das Duell mit dem Gastgeber, die weiteren Gegner sind Israel und Portugal.

Das Ziel ist ganz klar definiert: Die Österreicher wollen die Gruppenphase mindestens auf Platz drei beenden und damit das Ticket für die WM 2015 in Neuseeland lösen. Im Idealfall soll es natürlich Rang zwei und damit die Halbfinalteilnahme werden.

Zwei wichtige Faktoren im Turnier

Heraf sieht zwei Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Turnier. "Das Thema Regeneration ist enorm wichtig. Jede Minute muss genützt werden, um die Spieler frisch zu halten. Und man darf bei so einem Turnier einfach keine Geschenke verteilen. Wer diese zwei Sachen am besten macht, der hat gute Chancen", sagte Heraf am Dienstag in Wien. Am Mittwoch wird Heraf sein Aufgebot um drei Mann auf 18 Akteure (16 Feldspieler, zwei Tormänner) reduzieren.

Andi Heraf am PK-Podium
© GEPA pictures/ Philipp Brem Heraf hat das WM-Ticket im Blick

Mit dabei wird Bernd Gschweidl bleiben, der anstellte des Grödiger Europacup-Abenteuers mit der U19 nach Ungarn reisen wird. Mit jeder Menge Stolz blickt ÖFB-Präsident Leo Windtner auf die Endrunden-Teilnahmen des rot-weiß-roten Nachwuchs im vergangenen Jahrzehnt zurück. Seit 2003 war Österreich in den Kategorien U17, U19 und U20 bei insgesamt acht Europameisterschaften und drei Weltmeisterschaften dabei. "Das kann sich wirklich sehen lassen", meinte Windtner und verwies auf die ÖFB-Prestigepojekte "Challenge 08" und "Projekt 12"

Topspieler bei Topclubs

Francesco Lovric beim U19-Team
© GEPA pictures/ Philipp Brem Kapitän Francesco Lovric führt sein Team an

Dass mit Ivan Lucic, Patrick Puchegger (beide Bayern München), Kapitän Francesco Lovric (VfB Stuttgart), Florian Grillitsch (Werder Bremen) oder Schlüsselspieler Sinan Bytyqi (Manchester City) auch Akteure bei Topadressen im Ausland unter Vertrag stehen, beweist für Windtner ebenfalls den positiven ÖFB-Trend. Auch wenn Heraf und Windtner unisono betonen, dass ein früher Sprung ins Ausland "kein Patentrezept ist".

Lazaro darf nicht mit

Mit Valentino Lazaro muss Heraf auf einen seiner spielstärksten Kicker verzichten. Der Offensivspieler erhält von Red Bull Salzburg keine Freigabe für das Turnier. Eine Entscheidung, die Heraf bedauert, aber vollauf nachvollziehen kann. "Der Kontakt mit Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Ralf Rangnick ist absolut top. Sie wissen, wie wichtig es ist, dass junge Spieler international Erfahrung sammeln. Aber im Fall von Lazaro ist es wirklich legitim und verständlich, dass er nicht abgestellt wird."

Schließlich sei Lazaro ja schon fast österreichischer A-Teamspieler und bei den "Bullen" sehr nah an einem Platz in der Kampfmannschaft dran. Windtner sieht bei diesem Thema den Ball bei der UEFA, die den Clubs nach wie vor keine Abstellungspflicht für Nachwuchs-Endrunden vorschreibt. "Dadurch wird so ein Wettbewerb automatisch degradiert", stellte Windtner klar. Die Kooperationsbereitschaft der österreichischen Clubs habe aber in den vergangenen Jahren extrem zugenommen. "Das war früher ein weit kantigeres Thema", sagte Windtner.

Kommentare

Eine Frechheit von den Dosen !!!! Da sieht man es wieder Sie bringen dem österreichischen Fussball NIX

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