Fußball-Nachwuchs trifft sich in Schweden: Walcott, Krkic und Co. um Titel bei U21-EM

Hammer-Gruppe mit England, Deutschland, Spanien Titelverteidiger Niederlande und Österreich fehlen

Fußball-Nachwuchs trifft sich in Schweden: Walcott, Krkic und Co. um Titel bei U21-EM © Bild: Reuters

Zeitgleich mit dem Confed-Cup in Südafrika kämpfen ab heute in Schweden acht U21-Nationalteams um den Europameistertitel. In der "Hammer-Gruppe" B kommt es zum Aufeinandertreffen von England, Deutschland, Spanien und Österreichs Qualifikations-Bezwinger Finnland. In Pool A kämpfen neben dem Gastgeber auch Italien, Serbien und Weißrussland um den Halbfinaleinzug.

n diesem Nachwuchsturnier (Stichtag 1. Jänner 1986) werden nicht nur hoffnungsvolle Talente, sondern auch schon echte Stars einlaufen. England setzt etwa auf Arsenals Offensivspieler Theo Walcott (20 Jahre/jüngster A-Teamspieler Englands aller Zeiten mit 17 Jahren und 75 Tagen im Mai 2006 beim 3:1 gegen Ungarn), Spanien auf Barcelonas Stürmer Bojan Krkic (18) und Deutschland auf Werder Bremens Ideengeber Mesut Özil (20). Nicht weniger bekannt sind der italienische Inter-Mailand-Stürmer Mario Balotelli (18) oder der Serbe und Hertha-BSC-Spieler Gojko Kacar (22), der auch im A-Kader beim knappen 1:0-WM-Qualifikationsheimsieg gegen Österreich stand.

Neben den jeweils zweifachen Titelträgern Spanien und England gilt vor allem der fünfmalige Rekordsieger Italien in Abwesenheit des nicht qualifizierten doppelten Titelverteidigers Niederlande als Topfavorit. "Der Wettbewerb wird jedes Jahr interessanter. Das Siegen wird einem nicht leicht gemacht", ist sich Italiens Coach Pierluigi Casiraghi bewusst. Während die Italiener auf dem Weg ins Halbfinale die leichtere Auslosung haben, müssen die Engländer, die zuletzt 1984 triumphiert haben, genauso wie die Spanier schon in der Gruppenphase aufgrund der großen Konkurrenz zittern.

Selbstbewusste Engländer
"Mir ist kein Qualifikationswettbewerb bekannt, der härter ist als dieser. Das Niveau wird noch höher sein als vor zwei Jahren", sagte Englands Coach Stuart Pearce. Sein Abwehrspieler Andrew Taylor geht trotzdem optimistisch ins Turnier. "Wir können selbstbewusst sein, haben in der Qualifikation nur ein Gegentor bekommen. Wir können in Bestform jeden schlagen", meinte der Teamkollege von ÖFB-Teamkapitän Emanuel Pogatetz beim Premier-League-Absteiger Middlesbrough.

Deutschland hofft in Schweden auf den ersten U21-EM-Titel überhaupt, ein Finale hat die DFB-Auswahl (1982) ebenfalls schon lange nicht mehr erreicht. "Alle Mannschaften sind gut, es kann also jeden erwischen, auch uns. Es wird ein hartes Stück Arbeit", sagte DFB-Teamtrainer Horst Hrubesch. Seine Truppe sei aber ganz klar nicht nur hier, um die Vorrunde zu überstehen. "Die Mannschaft hat selbst gesagt, dass sie um den Titel mitspielen will. Meine Spieler sind in guter Verfassung", erklärte der 58-jährige Ex-Tirol-Trainer.

(apa/red)