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Maierhofer plant seine Zukunft:
Spielerberater nach der Karriere

Noch will "Major" aber in England für Furore sorgen - auch Nationalteam bleibt Thema

Stefan Maierhofer im Anzug © Bild: GEPA pictures/ Christian Ort

Stefan Maierhofer hat einen fixen Plan für die Zeit nach seiner Laufbahn als Profi. Der Niederösterreicher möchte seine Erfahrungen künftig als Berater für die neugegründete Sportscon GmbH an junge Sportler weitergeben. Seine Karriere werde aber noch einige Jahre dauern, versicherte der 31-Jährige am Donnerstag. Bis es so weit ist, wird er als Botschafter für die Agentur fungieren.

"Ich möchte Nachwuchssportlern helfen, die für ihre Karriere richtigen Entscheidungen zu treffen", erklärte Maierhofer im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien. Dabei gehe es nicht um eine Tätigkeit als Spielervermittler, sondern um umfassende Beratungsleistungen, die derzeit in Österreich nicht angeboten werden. "Kein Berater hat mir je dort geholfen, wo es um rechtliche, besonders steuerrechtliche Fragen geht", nannte Maierhofer ein Beispiel. Marketing- und PR-Beratung sowie Unterstützung bei Ausbildungsfragen seien weitere Schwerpunkte.

Die Entscheidung, künftig in diesem Bereich arbeiten zu wollen, sei in den letzten zwei, drei Jahren gereift und habe viel mit seinen Erlebnissen im Fußballgeschäft zu tun. "Viele wollen nur ihre Provision kassieren, aber wenn es dir einmal schlechter geht, meldet sich niemand bei dir", sagte der Stürmer, der bisher selbst "fünf oder sechs" Spieleragenten verbraucht hat. "Ich habe sogar miterlebt, wie Verträge für 14-Jährige abgeschlossen werden, und die Berater posten das dann auch noch im Internet."

Stefan Maierhofer erklärt
© GEPA pictures/ Christian Ort Maierhofer stand den Medien Rede und Antwort

Karriereende kein Thema

"Karriereende ist das keines", betonte Maierhofer, der in der vergangenen Saison Millwall FC zum Klassenerhalt in der zweiten englischen Liga verhalf. "Es gibt Gespräche mit Vereinen aus der ersten und zweiten englischen Liga, auch Deutschland oder die Türkei sind eine Möglichkeit", verriet er. Angebote aus Österreich habe er keine. "Ich möchte noch vier, fünf Jahre in vollen Stadien spielen. Ich fühle mich mit 31 richtig fit und gut", sagte Maierhofer, der am liebsten weiter in England bleiben will. "Die Begeisterung der Fans im ganzen Land ist einzigartig." Auch das ÖFB-Nationalteam hat der 19-fache Internationale noch nicht abgeschrieben.

Doch auch eine Laufbahn als Trainer kann sich Maierhofer weiterhin vorstellen. Er habe den Kurs für die B-Lizenz positiv absolviert und lasse vorerst alles auf sich zukommen. Bevor er bei einem neuen Club anheuern wird, wird der Niederösterreicher noch einen Ausflug hinter das Mikrofon wagen. Gemeinsam mit seinem Ex-Rapid-Teamkollegen Helge Payer wird Maierhofer am 19. Juni das WM-Gruppenspiel England gegen Uruguay im ORF kommentieren.

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