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Kurioser Auftritt von Pep Guardiola:
Folgt der Abschied vom FC Bayern?

Katalanischer Star-Coach sprach über seine Münchner Zeit in der Vergangenheit

Pep Guardiola beim Bayern-Training © Bild: imago/MIS

"Egal, was passiert, ich hatte eine super Zeit!" Mit Sätzen wie diesem sorgte Pep Guardiola für reichlich Verwunderung im Lager des FC Bayern München. Der Star-Trainer des deutschen Rekordmeisters scheint angesichts der gewählten Vergangenheitsform mit seinem Engagement an der Säbener Straße bereits abgeschlossen zu haben. Nur ein grammatikalischer Fauxpas oder doch mehr?

Faktum ist, Pep Guardiolas Vertrag in München läuft noch bis 2016, Gespräche über eine mögliche Verlängerung hat er bisher abgelehnt. "Am Ende dieser Saison können wir sprechen", hieß es vom 44-Jährigen, als der FCB-Vorstand in der Winterpause auf ihn zugegangen war.

"Es war ein Traum für mich"

Diese Vorgehensweise bestätigte der Chefcoach nun auch im Rahmen eines Fanclub-Besuchs im bayrischen Greding. Allerdings schwang in den Worten weniger Zuversicht mit, als es der Anhängerschaft recht war. "Für mich war es eine große Herausforderung. Egal, was passiert, ich hatte eine super Zeit, ich war sehr glücklich, Trainer bei Bayern zu sein. Es war ein Traum für mich", so Guardiolas Wortlaut.​ Nicht nur die Gredinger erkannten darin schon erste Abschiedsgedanken.

Guardiola mit Alonso und Müller
© imago/MIS Pep Guardiola wird in München hoch geschätzt

Deutsche Medien spekulieren, dass die Zukunft in München unmittelbar mit dem Abschneiden des FC Bayern in der Champions League zusammenhängt. Just in jenem Bewerb, wo Real Madrid den Taktik-Guru und sein Team in der letzten Saison schwer gedemütigt hatte.

Mit einem Auge in Barcelona?

"Er hat noch anderthalb Jahre Vertrag. Das sind Lichtjahre für ihn", hatte FCB-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge gegenüber der "tz" versucht zu beruhigen. Beim FC Barcelona unterschrieb Guardiola auch erst spät und dann immer nur für ein Jahr.

Allerdings könnte gerade der Heimatverein die Pläne des "verlorenen Sohnes" entscheidend beeinflussen. Schließlich finden noch in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen bei Barca statt und nicht nur einer der Kandidaten würde gerne mit Pep Guardiola als Einstandsgeschenk Stimmen sammeln.

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