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Jeder 12. Hobbykicker
landet im Spital

Fußball - Jeder 12. Hobbykicker
landet im Spital © Bild: Shutterstock

Laut einer Unfallanalyse der Allianz-Versicherung endet für jeden zwölften Freizeitballesterer ein Match vorzeitig im Krankenhaus.

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Ehrgeizig, aber untrainiert sein - das ist für Hobbykicker eine nicht ungefährliche Kombination. Laut einer Unfallanalyse der Allianz-Versicherung endet für jeden zwölften Freizeitballesterer ein Match vorzeitig im Krankenhaus. Damit ist Fußball nach dem Skifahren die zweitgefährlichste Breitensportart.

46.900 Österreicher verletzten sich beim Kicken

46.900 Österreicher verletzten sich laut Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) im vergangenen Jahr beim Kicken derart, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. In den vergangenen drei Jahren stieg diese Zahl um fast ein Viertel. 90 Prozent aller Verletzungen betreffen den Bewegungsapparat, naturgemäß überwiegend die Beine. Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen ereignen sich laut Statistik am häufigsten, gefolgt von Knochenbrüchen und Prellungen. Auch Kopfverletzungen nahmen in den vergangenen Jahren deutlich zu und liegen bereits bei etwa fünf Prozent.

Fußball wird heute auch im Amateur- und Hobbybereich wesentlich körperbetonter als früher gespielt. "Rund ein Drittel der Verletzungen geschieht im direkten Kontakt mit einem Gegenspieler - ein Wert, den man sonst nur aus Kampfsportarten kennt", betonte das KFV. Nicht zuletzt deshalb ist bereits jeder zehnte Leistungsfall in der Unfallversicherung der Allianz auf Fußball zurückzuführen. Die Fitness und Belastbarkeit der Spieler halte mit ihren ehrgeizigen Ambitionen oft nicht Schritt, so die Versicherung. Wichtig sei eine realistische Einschätzung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit, unbedingt aber ein umfangreiches Aufwärm- und Dehnprogramm.

Eine nicht ganz uneigennützige Warnung hatte die Allianz auch noch: Die staatliche Unfallversicherung greife bei Freizeitunfällen dieser Art nicht. Ohne private Unfallversicherung könnten massive finanzielle Belastungen für die Betroffenen die Folge sein.

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