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EM-Land Frankreich:
Zwei Teams, ein Ziel

Nationalteam will bei Euro 2016 Titel holen, PSG in Champions League triumphieren

Lucas Digne von Paris St. Germain © Bild: APA/AFP/Kevin van Paassen

Sie ist die Übermannschaft im EM-Land, für Frankreichs Fußball-Nationalteam spielt aber fast keiner von Paris St. Germain (PSG). Dabei ist die PSG-Souveränität erdrückend: Tabellenführer in der Liga mit 24 Punkten Vorsprung und einer unfassbaren Tordifferenz von plus 51. Seit 34 Spielen ist der Hauptstadtclub saisonübergreifend in der Ligue 1 ungeschlagen.

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Als Titelverteidiger zog der Topclub am Mittwochabend ins Cup-Viertelfinale ein. Am Donnerstagvormittag verkündete PSG die Vertragsverlängerung mit seinem Erfolgscoach. So viele Titel wie Laurent Blanc seit seiner Ankunft 2013 mit PSG holte, gewann keiner seiner 24 Vorgänger. Auch nicht Carlo Ancelotti, der künftige Bayern-Coach, den Blanc abgelöst hatte.

»Fühle ich mich geehrt, für einen so ambitionierten Club zu arbeiten«

"Seit dem Beginn fühle ich mich geehrt, für einen so ambitionierten Club zu arbeiten, und es gibt mir viel Befriedigung, Spieler mit solch einem Talent zu trainieren", erklärte Blanc auf der Homepage von PSG.

Internationale Topstars vereint

Talent ist gut, in Paris haben sich internationale Topstars vereint. Nur ein paar Namen: Thiago Silva, Kapitän, Brasilianer, 31 Jahre alt. David Luiz, ebenfalls Brasilianer, 28 Jahre alt. Thiago Motta, Italiener, 33 Jahre alt, Angel di Maria, Argentinier, 27 Jahre alt, Ezequiel Lavezzi, ebenfalls Argentinier, 30 Jahre alt, Edinson Cavani, 28 Jahre alt, Uruguayer und allen voran Zlatan Ibrahimovic, der 34-jährige Superstar aus Schweden. Mit viel Geld aus Katar ist PSG mit Präsident Nasser Al-Khelaifi an der Spitze und Blanc auf der Bank in Frankreich zum Fußball-Imperium geworden.

Der Nutzen für die Equipe tricolore ist dagegen ein äußerst geringer. Im Kader für das Länderspiel zuletzt in England stand in Blaise Matuidi gerade ein Spieler von PSG. Für den Kader der U21 waren zuletzt in Presnel Kimpembe und Adrien Rabiot auch nur zwei Spieler nominiert.

Zwei Teams, ein Ziel

Blanc dürfte das zunächst nicht allzu sehr belasten. Selbst wenn er Vorgänger von Didier Deschamps als Chefcoach der Nationalmannschaft war und einst als Kapitän mit Deschamps den WM-Titel 1998 im eigenen Land gewann. Letztlich haben beide sogar das gleiche Ziel in diesem Jahr: Die eigene Mannschaft zur Besten in Europa zu machen, Deschamps bei der Heim-EM, Blanc in der Champions League.

"Wir wollen so viele Wettbewerbe wie möglich gewinnen", erklärte Al-Khelaifi, das wisse die ganze Welt. Und der große Traum sei es, so weit wie möglich in der Champions League zu kommen. Ins Finale schaffte es PSG im Kampf der europäischen Topclubs bisher noch nie. Das Halbfinale in der Saison 1994/95 war bisher das Höchste der Gefühle in der Königsklasse.

»Wollen so viele Wettbewerbe wie möglich gewinnen«

Weniger als eine Woche vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen den englischen Meister Chelsea verlängerte PSG nun das Arbeitsverhältnis mit Blanc vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2018. "Eine Symbolfigur des französischen Fußballs", schreibt PSG selbst in der Auflistung seiner bisherigen Trainer über Blanc. Mit der Übermannschaft ist er auch auf dem Weg zur Symbolfigur von Paris St. Germain.

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