Fussball von

EM-Qualifikation: England schlägt
Slowenien bei Rooney-Jubiläum

"Three Lions" gewinnen auch vierte Quali-Partie - San Marino erkämpft sich Punkt

Wayne Rooney trifft für England gegen Slowenien © Bild: Shaun Botterill/Getty Images

Das Nationalteam von England ist in der EM-Qualifikation weiter makellos unterwegs. Die "Three Lions" feierten am Samstag im Topspiel der Gruppe E gegen Verfolger Slowenien einen 3:1-Erfolg und gewannen damit auch ihre vierte Partie. Im Mittelpunkt des Spiels im Londoner Wembley-Stadion stand Kapitän Wayne Rooney, der bei seinem 100. Einsatz im Teamdress auch einen Treffer erzielte.

Wayne Rooney sorgte nach einem unglücklichen Henderson-Eigentor per Kopf (58.) quasi im Gegenzug für den Ausgleich (59.). Der Stürmer war vom Elfmeterpunkt erfolgreich, nachdem er zuvor selbst zu Fall gebracht worden war. Es war sein 44. Teamtreffer, er zog damit in der ewigen Bestenliste mit dem drittplatzierten Jimmy Greaves gleich. Nur Bobby Charlton (49.) und Gary Lineker (48.) liegen noch vor ihm. Den Sieg fixierte in der Folge Danny Welbeck mit einem Doppelpack (66., 72.). Bei den Verlierern, die ihre zweite Niederlage kassierten, spielte Salzburgs Kevin Kampl im Mittelfeld durch.

Wayne Rooney ist stolz auf die 100

"Mein Ziel ist Titel zu gewinnen, aber es macht mich auch sehr stolz unter jenen Spielern zu sein, die 100 Länderspiele absolviert haben", sagte Rooney. Es sei immer wieder eine Ehre, das Teamdress zu tragen. "Das möchte ich noch für einige Jahre machen, und ich glaube, dass ich noch viel mehr erreichen kann", blickte der Manchester-United-Stürmer positiv in die Zukunft.

Foul bei England gegen Slowenien
© Bryn Lennon/Getty Images Wayne Rooney wird zu Fall gebracht und trifft wenig später

Rooney ist der jüngste Spieler überhaupt in der englischen Geschichte, der die 100-Spiele-Marke geknackt hat. In der ewigen Einsatzliste liegt der 29-Jährige auf Rang neun, den Rekord hält Goalie Peter Shilton mit 125 Spielen. Rooney hatte seine erste Partie mit 17 Jahren und 111 Tagen in einem Freundschaftsspiel gegen Australien im Upton Park am 12. Februar 2003 gegeben. "Jeder Spieler, der 100 Mal für England gespielt hat, verdient das Prädikat großartig", sagte England-Teamchef Roy Hodgson. Im Parallelspiel erkämpfte sich San Marino zu Hause gegen Estland mit einem torlosen Remis einen Punkt.

Spanien gab sich keine Blöße

In der Gruppe C gab sich Spanien wenige Tage vor dem Testduell mit Deutschland keine Blöße. Der Europameister besiegte Weißrussland in Huelva klar 3:0. Isco (18.) und Sergio Busquets (19.) mit einem Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit stellten schon früh die Weichen für den Sieg. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Pedro Rodriguez (55.) noch auf 3:0.

Die Spanier sind aber weiter nicht an der Tabellenspitze, halten genauso wie die Ukraine, die bereits zuvor in Luxemburg 3:0 gewonnen hatte, bei neun Punkten. Die Slowakei hat nach dem 2:0 in Mazedonien nach wie vor das Punktemaximum. Juraj Kucka (25.) und Adam Nemec (38.) sorgten dafür, dass die Slowaken auf dem Weg zu einem Endrundenticket weiter in der Pole Position sind. Bei den unterlegenen Mazedoniern, die weiter bei drei Punkten halten, spielte Austrias Abwehrspieler Vance Sikov durch.

In der Gruppe E feierte die Schweiz einen 4:0-Pflichtsieg gegen Litauen. Die Eidgenossen haben damit genauso wie Slowenien und Litauen sechs Zähler Rückstand auf die makellosen Engländer.

Zwerge siegen

Für die Fußball-"Zwerge" Europas waren es historische Tage: Die Färöer, San Marino und Liechtenstein bejubelten in der EM-Qualifikation Überraschungserfolge. Die Färöer sind über den Auswärtscoup in Griechenland verzückt, Liechtenstein jubelt über einen "Feiertag" und San Marino gelingt mit 0:0 gegen Estland sogar der erste Punktgewinn überhaupt in der EM-Qualifikation.

Lang war die Durststrecke von San Marino: Die 60 Pflichtspiele zuvor hatte das Team der ältesten Republik der Welt verloren. "Dieses Ergebnis ist eine Belohnung für die Spieler und ein Anreiz, schneller als in zwölf Jahren wieder gute Ergebnisse zu holen", lobte Trainer Pierangelo Manzaroli. Kapitän Andy Selva meinte: "Auf ein solches Ergebnis habe ich elf Jahre gewartet."

Auf den Färöern wurden die Helden nach dem 1:0-Überraschungssieg bei Ex-Europameister Griechenland, dem ersten Pflichtspielerfolg auf fremdem Platz seit mehr als 13 Jahren, überschwänglich gefeiert. Der nationale Verband zeigte auf seiner Facebook-Seite ein Video unter der Überschrift "Fantastisch", auf dem die Spieler in der Kabine hüpfen, grölen und ihre Trikots durch die Luft wirbeln.

"Es gab Tränen in der Umkleidekabine, eine Menge Gefühle. Wir haben sehr, sehr lange auf so ein Ergebnis gewartet. Wir sind unglaublich froh und stolz", sagte Torwart Gunnar Nielsen und betonte: "Wir haben nach diesem Sieg große Träume. Jetzt werden wir erst einmal diesen Sieg genießen. Nordirland liegt weit vorn, aber warum nicht träumen?"

Kommentare