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EM-Quali: ÖFB-Team besiegt Moldau

Nationalmannschaft kann nur noch theoretisch die EURO 2016 verpassen

EM-Quali: Österreich besiegt Moldau. © Bild: APA/EXPA/MICHAEL GRUBER

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft steht ganz knapp vor der Teilnahme an der EURO 2016. Die ÖFB-Auswahl feierte am Samstag vor 48.500 Zuschauern im ausverkauften Wiener Happel-Stadion dank eines Tores von Zlatko Junuzovic (52.) einen hochverdienten 1:0-Sieg über die Republik Moldau.

Ein Punkt genügt für EM-Ticket

Das ÖFB-Team kann die erstmalige Qualifikation für eine Europameisterschaft jetzt aus eigener Kraft nur mehr theoretisch verspielen. Österreich führt in Gruppe G drei Runden vor Schluss sieben Punkte vor Schweden und acht Zähler vor Russland. Obwohl Russland am Samstagabend zuvor in Moskau gegen Schweden 1:0 gewonnen hat, würde für das ÖFB-Team schon ein Remis am Dienstag in Solna ausreichen - nicht nur das EURO-Ticket, sondern auch für den Gruppensieg. Dem ÖFB-Team genügt also bereits ein Punkt aus den drei verbliebenen Spielen, um sich fix für Frankreich zu qualifizieren.

Neuer Rekord aufgestellt

Auch wenn der Frankreich-Trip noch nicht definitiv unter Dach und Fach ist, so wurden immerhin einige Erfolgsserien verlängert. Die Österreicher feierten den sechsten Pflichtspielsieg in Folge, was die Einstellung des bisherigen Rekords bedeutete. Eine neue Bestmarke markierte Goalie Robert Almer mit nunmehr 513 Minuten ohne Gegentor in Bewerbspartien. Außerdem ist die ÖFB-Equipe seit acht Punktspielen ungeschlagen und erzielte in den jüngsten 16 Ländermatches immer zumindest ein Tor.

So lief das Spiel ab

Am Fortbestand dieser Serien herrschte von Beginn an wenig Zweifel. Nach einer von tosendem Beifall begleiteten Gedenkminute wegen der aktuellen Flüchtlingsproblematik übernahmen die Gastgeber sofort das Kommando. Allerdings sahen sich David Alaba und Co. mit einem extrem destruktiven Gegner konfrontiert, der sich vor dem eigenen Strafraum einigelte und nur wenige Chancen zuließ.

Da Präzision und Durchschlagskraft zu wünschen übrig ließen, kamen die Hausherren erst in der 16. Minute zum ersten Mal zwingend vor das gegnerische Tor. Nach schöner Aktion über Martin Harnik und Marc Janko köpfelte Zlatko Junuzovic genau auf Gäste-Goalie Ilie Cebanu, der sich ansonsten bis zur Pause hauptsächlich aufs Zeitschinden konzentrieren konnte.

Große ÖFB-Möglichkeiten blieben nämlich mit Ausnahme eines Junuzovic-Kopfballs knapp neben das Kreuzeck (30.) vorerst aus. In der 42. Minute war Cebanu dann geschlagen, doch das schwache Schiedsrichterteam rund um den mazedonischen Referee Aleksandar Stavrev versagte dem Treffer von Arnautovic wohl fälschlicherweise wegen Abseits die Anerkennung. Bevor der Ball vor die Füße des Stoke-Legionärs fiel, hatte ein Moldauer einen Mitspieler auf den Oberschenkel geköpfelt.

Junuzovic sichert Sieg für ÖFB-Team

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierte die ÖFB-Elf um einiges druckvoller - erster Beleg dafür war elf Sekunden nach Wiederanpfiff ein Schuss von Harnik, den Cebanu mit Mühe parierte. Sechs Minuten später ließ der früher bei Kapfenberg engagierte Keeper einen Alaba-Schuss zur Mitte abprallen und Junuzovic - im Alter von vier Jahren als Kriegsflüchtling nach Österreich gekommen - staubte via Innenstange zum 1:0 ab.

Wirklich befreiend wirkte der Treffer allerdings nicht. Die Hausherren waren zwar bei einem von Cebanu entschärften Junuzovic-Schuss (56.) und einem Kopfball von Sebastian Prödl neben das Tor (69.) dem 2:0 relativ nahe, hatten aber auch Glück, dass Almer seine Torsperre bei einer guten Möglichkeit von Nicolae Milinceanu (71.) verlängerte.

Bis zum Schlusspfiff änderte sich nichts an der Charakteristik der Partie. Die Österreicher dominierten, rannten sich aber immer wieder an der gegnerischen Abwehr fest. Doch auch die Moldauer waren im Finish weit von einem Treffer entfernt.

Kommentare

Christoph Emanuel Gluszko

Moldawien (offiziell auf Rumänisch Republica Moldova, deutsch Republik Moldau)

Maedi100

Soviel ich weiss haben wir die Republik Moldavien besiegt. Die Moldau ist ein Fluß in Rußland

silbermond99

das waren aber auch wirkliche Kriegsflüchtlinge und keine
Wirtschaftsflüchtlinge oder sogar Schläfer des IS

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