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EM-Quali-Gegner Russland:
Gegen ÖFB mit nur 1 Legionär

Teamchef Fabio Capello beklagt mangelnde Bereitschaft, ins Ausland zu gehen

Russland-Spieler enttäuscht © Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP/Getty Images

Im Gegensatz zur ÖFB-Auswahl haben Legionäre in Russlands Nationalteam Seltenheitswert. Mit Denis Tscherischew vom FC Villarreal steht nur ein "Fremdarbeiter" im aktuellen Kader der "Sbornaja", die heuer bei der WM in Brasilien das einzige Team ohne Legionär war. Teamchef Fabio Capello sieht das als Mitgrund für das frühe Scheitern beim jüngsten Großereignis, in dem Alexander Kerschakow und Co. als Gruppendritter vorzeitig ausschieden.

"Im Ausland spielen hilft jedem, sich zu verbessern und zu reifen. Wenn man immer nur in der eigenen Liga spielt und sich nicht mit anderen Umständen auseinandersetzen muss, ist es schwieriger, sich zu steigern", meinte Capello bei der Ursachenforschung nach dem WM-Out in Brasilien, wo angesichts der Gegner Belgien (0:1), Südkorea (1:1) und Algerien (1:1) zumindest der Aufstieg in die K.o.-Phase hätte geschafft werden sollen.

Kokorin jubelt für Russland
© GEPA pictures/ Bildbyran/ Johanna Lundberg Aleksander Kokorin und Co. enttäuschten bei der WM

Auch die Anzahl der Ausländer in der zahlungskräftigen russischen Liga ist für ihn nicht förderlich für das Nationalteam. Die Reduzierung von sieben auf sechs erlaubten Legionären vor der kommenden Premjer-Liga-Saison findet deshalb Gefallen bei Capello. "Je mehr russische Spieler spielen, umso besser ist es für einen Teamchef", erklärte der 68-jährige Italiener, der bereits zuvor während seiner Zeit als englischer Trainer mit ähnlichen Problemen konfrontiert war.