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Fußball-EM: Sobotka will Terrorismus "die Stirn bieten"

Sicherheitskonzept von Österreich, Ungarn, Island und Portugal

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) will dem Terrorismus vor der Fußball-EM in Frankreich "die Stirn bieten". Sobotka sprach sich am Freitag vor Beratungen der EU-Innenminister entschieden dagegen aus, Matches oder die Europameisterschaft wegen Terrorgefahr abzusagen. "Das hieße quasi zu kapitulieren. Das kann es mit Sicherheit nicht sein", sagte der Innenminister.

Österreich, Ungarn, Island und Portugal, die gemeinsam in einer Gruppe spielen, hätten ein gemeinsames Sicherheitspaket ausgearbeitet. Dieses soll zur Unterstützung der französischen Verantwortlichen nun eingebracht werden, sagte Sobotka. Es gehe insbesondere um die Sicherheit der Fans. Österreich stelle bei der EM die drittgrößte Fangemeinde. Zudem würden etwa 170.000 bis 180.000 Menschen durch Österreich zur Europameisterschaft durchreisen.

"Wir sind auf diese Situation vorbereitet", so der Innenminister. Dennoch könne der Terrorismus an vielen Stellen immer wieder zuschlagen. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht.

Im Kampf gegen den Terrorismus will Sobotka auch die Bürger sensibilisieren. "Wo sind mögliche Ansätze? Wo sind Leute, die sich außer der Norm verhalten, wo Bemerkungen von Leuten, die hier nicht hergehören?", sagte der Innenminister. Dies sei der Polizei zu melden. "Es wird auch hier um ein großes Engagement der Bürgerinnen und Bürger gehen, gerade in Österreich, hier alles zu tun, um gemeinsam mit der Polizei die nötige Arbeit zu leisten."

Zu Spekulationen über die Ursache des Flugzeugabsturzes der Egypt Air Maschine wollte sich Sobotka nicht äußern. Dies werde eine Expertenkommission aufarbeiten müssen. Vorschnelle Statements würden diesbezüglich eher verunsichern als nutzen.

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