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Trainer tippen auf Salzburg

Titelverteidiger ist für Coaches der "klare Favorit". Verantwortlich sind die Millionen.

Fussball Bundesliga - Trainer tippen auf Salzburg © Bild: GEPA/Mandl

Schon fast traditionell tippen die Bundesliga-Trainer auf Red Bull Salzburg - auch vor Beginn der Saison 2012/2013. Alle Coaches der Liga-Rivalen nannten auf Anhieb den Titelverteidiger als aussichtsreichsten Anwärter auf Platz eins in der Endtabelle. Die Mozartstädter seien "klarer Favorit", erklärten die Trainer unisono mit Hinweis auf die Red-Bull-Millionen, die einen für österreichische Verhältnisse luxuriösen Kader entstehen ließen.

Roger Schmidt ist sich des hohen Erwartungsdrucks bewusst. "Wir wollen guten Fußball spielen, unsere Titel verteidigen und international so lange wie möglich mit dabei bleiben", sagte der neue Trainer des Double-Gewinners.

Einigkeit herrschte unter den Trainern auch, was die Erfolgschancen von Aufsteiger WAC betrifft. Geht es nach den Fußball-Lehrern, dann könnten die Kärntner in die Fußstapfen der Admira treten, die als Bundesliga-Neuling in der Vorsaison Platz drei belegte. "Wenn der WAC einen guten Start hinlegt und eine Euphorie entfacht, ist viel möglich", sprach der Südstädter Betreuer Dietmar Kühbauer aus eigener Erfahrung.

Kühbauer stapelt sehr tief
Während sich der Burgenländer trotz der sensationellen Spielzeit 2011/12 im Tiefstapeln übt ("Unser erstes Ziel ist der Klassenerhalt"), lautet die Vorgabe bei Rapid, Austria und Sturm Graz, einen von diesmal fünf internationalen Startplätzen zu ergattern. Der neue Austria-Trainer Peter Stöger spekuliert außerdem mit einer Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation, wofür Platz zwei reichen würde. Rapids Peter Schöttel möchte die seit 2008 andauernde Wartezeit der Grün-Weißen auf einen Titel entweder via Meisterschaft oder Cup beenden.

Der Hütteldorfer Trainer würde weiters die Einführung der Torlinien-Technologie im österreichischen Oberhaus grundsätzlich begrüßen, sofern dies wirtschaftlich machbar wäre. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Stöger, Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt) und Walter Kogler (Wacker Innsbruck). Die übrigen Betreuer stehen der Neuerung hingegen indifferent bis ablehnend gegenüber. "Ich halte nicht viel davon, weil ich glaube, dass Schiedsrichter-Fehler einfach passieren müssen", meinte etwa WAC-Coach Nenad Bjelica.

Bundesliga ohne Stürmer?
Der Kroate zeigte sich so wie viele seiner Kollegen von Spaniens Auftritten bei der EM begeistert und ist nun neugierig, ob es österreichische Bundesligisten so wie die Iberer ohne echte Spitze probieren werden. Mattersburgs Franz Lederer wiederum wurde von Italiens Rückkehr zur Dreierkette ebenso überrascht wie von Spaniens Stürmerverzicht. Kogler zeigte sich von den Engländern enttäuscht. "Sie haben das Chelsea-System kopiert und versucht, das Spiel einzuschläfern. Gott sei Dank hat sich das nicht durchgesetzt."