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Austria ist Bundesliga-Schlusslicht

Wiener verlieren bei der Admira und rutschen weiter ab - Doppelschlag entscheidend

Austria-Spieler niedergeschlagen © Bild: GEPA pictures/ Christian Ort

Die Negativserie der Austria in der Bundesliga ist am Samstag prolongiert worden. Die Wiener mussten sich der Admira auswärts 1:2 (0:2) geschlagen geben und sind nach sieben Spielen weiter die einzige sieglose Mannschaft der Liga. Die Truppe von Trainer Gerald Baumgartner ist zudem mittlerweile sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Die Admira legte kurz vor der Pause einen Doppelschlag durch Eldis Bajrami (43.) und Stephan Zwierschitz (45.+2) hin, der Austria gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Alexander Grünwald (51.).

Die "Rote Laterne" wird nun zumindest zwei Wochen in Wien-Favoriten hängen, weiter geht es erst nach der Länderspiel-Pause am 13. September mit einem Heimspiel gegen SV Ried. Saisonübergreifend ist man sogar zehn Meisterschaftspartien ohne vollen Erfolg, der Club-Negativrekord aus dem Jahr 2001 könnte bereits gegen die Rieder eingestellt werden.

Die Austria hatte die Partie in der Anfangsphase recht sicher im Griff, offensiv war aber nicht mehr als ein Kopfball von Vhance Sikov knapp über die Latte zu sehen (17.). Die Admira bekam nach rund einer halben Stunde Rückenwind und erzeugte durch Rene Schicker (27.) und Issiaka Ouedraogo (26., 32.) Gefahr.

Baumgartner blickt zum Boden
© GEPA pictures/ Christian Ort Gerald Baumgartner wartet weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg

Vorentscheidung kurz vor der Pause

Ein Doppelschlag kurz vor der Pause - beide Treffer fielen infolge von Standardsituationen - war danach der nächste Nackenschlag für die Austria. Zunächst versenkte Bajrami einen Freistoß aus 25 Metern im Tor (43.). Der Ball wurde vom in der Mauer stehenden Daniel Royer unhaltbar ins linke Eck abgefälscht (43.).

Im Gegenzug hatte Royer wieder Pech, der Mittelfeldspieler traf die linke Stange (45.+1). Die Admira legte hingegen noch vor dem Pausenpfiff nach. Nach Corner von Bajrami faustete der von Schößwendter bedrängte Lindner den Ball nicht weit genug weg, Zwierschitz war zur Stelle und köpfelte zum 2:0 ein (45.+2).

Austria startet gut in Hälfte zwei

Austria-Coach Baumgartner dürfte in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Truppe startete wild entschlossen und energisch in die zweiten 45 Minuten. Der eingewechselte Grünwald tankte sich auf der linken Seite durch und verkürzte aus zwölf Metern ins kurze Eck auf 1:2 (51.).

Holland im Spiel Admira gegen Austria
© GEPA pictures/ Christian Ort Die Austria findet nicht aus der Krise

Der große Austria-Sturmlauf blieb aber aus, die besten Ausgleichschancen vergaben Grünwald (67., 84.), Kamara (80., 88.) und Royer (86.). Den nach Maria Enzersdorf mitgereisten Austria-Fans war der Frust deutlich anzumerken. Zahlreiche Anhänger postierten sich absprungbereit auf den Absperrgittern.

Es blieb jedoch friedlich, anstelle eines Platzsturms verließen die violetten Fans größtenteils in der 85. Minute das Stadion.

Reaktionen zum Spiel

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Das war ein wichtiger Sieg dank einer großen kämpferischen Leistung. Nur so können wir bestehen. Aber die Austria war natürlich spielerisch besser als wir. Das war die perfekte Antwort auf die fünf leichtfertigen Gegentore gegen Wiener Neustadt."

Markus Kraetschmer (Finanzvorstand Austria): "Ich schäme mich dafür, dass Austria nach sieben Runden Letzter ist. Es ist nach jedem Spiel das Gleiche erzählt worden. Vor allem in der ersten Hälfte war das einfach zu wenig. Das ist nur Stückwerk, es passieren unerklärliche Fehler wie etwa beim 0:2. Im nächsten Match gegen Ried müssen unbedingt drei Punkte her. Wir müssen alles probieren, um aus dieser Situation herauszukommen. Leider haben wir noch nicht den richtigen Schlüssel gefunden. Ein Trainerwechsel ist kein Thema."

Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Natürlich gibt es nichts zu beschönigen. Aber wenn man es analysiert, dann war das 0:1 ein abgefälschter Schuss und beim 0:2 muss der Tormann besser klären. Und dann rennst du einem 0:2 nach. Nach der Pause sind wir angerannt, da war auch viel Pech dabei. Aber in so einer Situation zählen eben nur die Ergebnisse. Wir müssen uns alle hinterfragen, und ich stehe in der ersten Reihe und bin dafür verantwortlich.

Thomas Parits (Sportvorstand Austria): "Baumgartner bleibt Trainer, das ist kein Thema. Die Situation ist natürlich schlecht, der Saisonstart ist katastrophal verlaufen. Wir sind Tabellenletzter, das ist keine angenehme Situation. Wir müssen jetzt gemeinsam aus diesem Dilemma heraus. Man sieht, dass die Mannschaft verunsichert ist. Und die wenigen Chancen, die sich bieten, verwerten wir nicht. Und gelingt nichts."

Kommentare

Rapid und Austria am Ende. Was ist nur los mit dem österr. Fußball. Da werden unqualifizierte Trainer hin und hergeschoben, kein Wunder. Kein Tempo, keine Kondition, kein spielerisches Können, eine Schande.
Denen gehört allen in den Arsch getreten.

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