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Attacke auf Austrianer Grubeck:
Zwei Rapid-Fans verurteilt

Nach Attacke vom April: Drei Monate bedingte Haft und Anti-Gewalt-Training

Grubeck im Austria-Dress © Bild: GEPA pictures/ Christian Ort

Mit zwei Schuld- und acht Freisprüchen ist am Freitag der Prozess um einen tätlichen Angriff auf Austria-Wien-Nachwuchsspieler Valentin Grubeck zu Ende gegangen. Der Stürmer des U19-Nationalteams war am 3. April 2014 vor der Generali Arena Fans des SK Rapid mit "Bist Austrianer?" angesprochen und im Anschluss von zwei 21-Jährigen zu Boden gerissen, getreten und geschlagen worden.

Grubeck erlitt eine schwere Brustkorbprellung, Prellungen im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie Abschürfungen an den Knien und Händen. Anfängliche Befürchtungen, er könnte sich auch am Meniskus verletzt haben, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Dem Kicker wurde auch sein Rucksack weggenommen, der sich später in einem unweit gelegenen Gebüsch fand.

Keine schwere Körperverletzung

Die zum Vorwurf der Körperverletzung geständigen Angreifer - der eine von Beruf Rauchfangkehrer, der andere ein Elektriker - wurden im Wiener Straflandesgericht zu jeweils drei Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem müssen sie ein Anti-Gewalt-Training absolvieren. Die Attacke wurde vom Gericht nicht - wie von der Staatsanwaltschaft ursprünglich inkriminiert - als schwere Körperverletzung qualifiziert, da nach Ansicht von Richterin Michaela Röggla-Weiss keine verabredete Vorgangsweise einer "Verbindung" vorlag, wofür die Mitwirkung von mindestens drei Personen erforderlich gewesen wäre.

Grubeck im U19-Team
© GEPA pictures/ Csaba Doemoetoer Grubeck war Teil von Österreichs U19-EM-Team

Acht weiteren, als Beitragstäter angeklagten Rapid-Fans konnte allerdings keine unmittelbare Beteiligung nachgewiesen werden, da sie zu weit entfernt gestanden waren und selbst von Grubeck nicht als Mittäter bezeichnet wurden. Sie wurden daher im Zweifel freigesprochen. Sämtliche Entscheidungen sind bereits rechtskräftig.

»"Wenn er gesagt hätte, dass er ein Spieler ist, hätt' ich nix gemacht."«

Grubeck war nach einem Training der Austria Amateure auf dem Parkplatz vor der Generali Arena den mit Schals und Kapuzen teilweise vermummten Rapid-Fans begegnet. Der 21-jährige Rauchfangkehrer riss ihn zu Boden, weil er den Kicker irrtümlich für einen Austria-Fan hielt, wie er dem Gericht darlegte: "Wenn er gesagt hätte, dass er ein Spieler ist, hätt' ich nix gemacht."

Die zehn Angeklagten hatten sich am Donaukanal getroffen und sich ihren Angaben zufolge nach Wien-Favoriten begeben, weil sie im Heimstadion der Austria die Choreografie der gegnerischen Fans "stören" wollten. Es sei beabsichtigt gewesen, Transparente zu übermalen, damit diese beim Wiener Derby, das drei Tage danach auf dem Programm stand, nicht präsentiert werden konnten, erfuhr die Richterin.

Verprügeln als "Instinkthandlung"

Als Grubeck mit einem Rucksack des Weges kam, "hab' ich ihn zu Boden gebracht und ihm einen Schlag und einen Tritt gegeben", räumte der Hauptangeklagte ein. Der vermeintliche Austria-Fan habe "noch weglaufen" wollen, "aber ich hab' ihn an der Hand gepackt". Die Frage nach dem Warum beantwortete der 21-Jährige mit "Keine Ahnung, das hat sich so ergeben".

Der gleichaltrige Elektriker, der ebenfalls hingetreten und -geschlagen hatte, sprach von einer "Instinkthandlung". Er sei "in einer Stresssituation" tätlich geworden: "Das Adrenalin, ich war überfordert mit dem Ganzen."

Haupttäter auch im zweiten Rapid-Prozess dabei

Der Rauchfangkehrer war als Haupttäter nach seiner Festnahme über zwei Wochen in U-Haft gesessen. Er hat Grubeck, der in dieser Saison als Austria-Leihspieler beim Zweitligisten SV Horn spielt, mittlerweile 3.840 Euro an Schmerzensgeld überwiesen, das dieser als Privatbeteiligter im Strafverfahren geltend gemacht hatte.

Der 21-Jährige ist auch einer von insgesamt 27 Rapid-Fans, gegen die seit knapp zwei Wochen ein Prozess wegen Landfriedensbruchs anhängig ist, weil es nach dem Freundschaftsspiel zwischen Rapid und dem 1. FC Nürnberg am 7. September 2013 zu gewalttätigen Ausschreitungen im bzw. vor dem Hanappi-Stadion gekommen war. Diese Verhandlung wird am 15. September fortgesetzt.

Kommentare

anhaltend

kein fußballverein möcht solch einen "ruaß" unter seinen fans haben und schon garnicht als "fan" betiteln. da passt die betitelung jedoch wieder, ab in einen schornstein mit ihm, unten und oben zugemauert und einfach vergessen damit solche wertlosigkeit nicht noch weitere zu solch krankhaftes verhalten ansteckt u. o. verleitet.

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