Fakten von

Großer Frust bei Dortmund nach Schiedsrichter-Fehlpfiffen

Platzverweis von Reus und Treffer zum 2:1 von Hoffenheims Stürmer Wagner umstritten

Beim deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat nach dem 2:2 am Freitag gegen Hoffenheim der Frust regiert. Borussia-Boss Hans-Joachim Watzke ließ sich über den Schiedsrichter aus. "Das ist unglaublich, unfassbar. Ich rege mich über die unfassbaren Fehlentscheidungen in der ersten Halbzeit auf", kommentierte Watzke die Leistung des Unparteiischen Benjamin Brand aus Bamberg.

Erzürnt hatten den Geschäftsführer und weitere Dortmunder Akteure vor allem zwei Szenen: Der Platzverweis von Marco Reus sowie der Treffer zum 2:1 von Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner. "Eklatante" Fehler habe Brand begangen, erklärte Watzke und fügte erbost an: "Den Schubser von Wagner sehe ich aus 60 Metern Entfernung. Und Amiri zieht eine Minute lang am Trikot, doch Marco bekommt die Rote Karte."

Wagner selbst gestand nach dem Spiel ein, er habe vor seinem Treffer (20.) Gegenspieler Sven Bender leicht gestoßen. "Das Foul sehe ich jetzt und stehe dazu", erklärte der Torschütze nach Betrachten der TV-Bilder. Mario Götze (11.) und Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem 16. Saisontor (48.) glichen für die Dortmunder zweimal aus - weder durch den frühen Gegentreffer durch Mark Uth (3.) noch durch den höchst umstrittenen Platzverweis von Nationalspieler Reus ließ sich der BVB aus dem Konzept bringen.

"Riesenkompliment an die Mannschaft. Wir haben uns gegen die Niederlage gestemmt, das hat man bis unter das Stadiondach gespürt", bilanzierte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel. Der Punktgewinn in Sinsheim habe für ihn einen "Riesenwert". In der Tabelle bleibt der BVB damit weiter hinter Hoffenheim, doch schien der Vizemeister nach dem Spielverlauf weit besser mit dem Punkt leben zu können als das Überraschungsteam aus dem Kraichgau. "Für uns ist das gefühlt wie eine Niederlage", erklärte Hoffenheims Keeper Oliver Baumann.

Neben Champions-League-Sieger Real Madrid bleibt die Elf von Jung-Trainer Julian Nagelsmann damit in Europas Top-Ligen die einzige ungeschlagene Mannschaft. "Es ist in Ordnung, wenn man gegen Dortmund unentschieden spielt", bilanzierte der 29-jährige Coach. Ganz zufrieden wirkte auch er nach dem Spielverlauf mit zweimaliger Führung und über eine Hälfte in Überzahl nicht. "Leider nur ein Punkt, aber damit kann ich gut leben und später gut schlafen, auch wenn ich gerne gewonnen hätte", sagte Nagelsmann.

Kommentare