Fuß abgesägt von

Steirer war in Betreuung

56-jähriger langzeitarbeitsloser Familienvater bekam psychosoziale Hilfe

Fuß abgesägt - Steirer war in Betreuung

Im Fall jenes Steirers, der sich absichtlich den linken Fuß abgesägt hat, werden immer mehr Details bekannt. So hat sich der 56-jährige Langzeitarbeitslose auch in psychosozialer Betreuung befunden. Aktuell befindet sich der Familienvater noch auf der Intensivstation des LKH Graz. Eine Verlegung auf die Normalstation sei für die nächsten Tage geplant, wie eine Sprecherin mitteilte.

Der Fall des 56-jährigen Lagerarbeiters ist beim AMS nicht unbekannt und auch kein Einzelfall, wie Hermann Gössinger vom AMS Steiermark schildert: "Er teilt das Schicksal mit Männern diesen Alters, die über eine geringe Ausbildung verfügen". Tatsächlich habe der Familienvater wiederholt versucht, in Berufsunfähigkeitspension zu gehen. Seit mehreren Jahren habe er nur kürzere, frei oder über das AMS vermittelte Jobs gehabt: "Einen Monat hat er dabei nie erreicht". Seitens des Arbeitsmarktservice habe man versucht, ihn in dieser schwierigen Situation zu unterstützen: Eine berufliche Orientierungsmaßnahme habe er abgebrochen, der Empfehlung, den psychosozialen Dienst in Anspruch zu nehmen, sei er nachgekommen.

Das letzte Beratungsgespräch gab es laut Gössinger Mitte März: Gemeinsam mit seiner Beraterin hat er einen Untersuchungsantrag an die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) gestellt und den Gesundheits-Check für Mitte April vereinbart. Erneut sollte es um die Frage der Arbeitsunfähigkeit bzw. den möglichen Antritt einer Berufsunfähigkeitspension gehen.

Übliches Prozedere
Beatrix Böhm von der PVA bestätigt allgemein das Prozedere, dass die PVA für das AMS diese Untersuchungen durchführe und ein Leistungskalkül abgebe, aus dem heraus gegebenenfalls dann ein Pensionsantrag gestellt werden könne. Seit der 2011 eingeführten "Gesundheitsstraße" sei hier die bis dahin übliche Doppelbegutachtung weggefallen, die Abklärung passiere nun schneller.

Dass ein Versicherter im Falle einer vorsätzlichen Selbstbeschädigung um die Invaliditätspension umfalle, sei im allgemeinen Sozialversicherungsgesetz geregelt. Nicht davon betroffen sind etwaige anspruchsberechtigte Angehörige sowie eine spätere Alterspension, so Böhm.

Kommentare

was bitte soll das foto? das ist eine trennscheibe und keine säge

Ivoir

bekam psychosoziale Hilfe Dieser Artikel sagt mir 3 Dinge
1) News hat keine Ahnung hat, wie eine Kappsäge aussieht,
2) das psychosoziale Hilfe rausgeschmissene Steuergelder sind und
3) das die Nutznieser dieser psychosoziale Hilfe nicht die Betroffenen sind.

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!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Warum werfen manche Menschen ihr Leben so davon ?
Bekommt sicher finanzielle Hilfe,arbeiten müßen auch Menschen .

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! dieser mann hat bestimmt nicht absichtlich sein leben weggeworfen! ich denke, dass es genügend solche fälle gibt und dass dies ein psychisch gesunder mensch gar nicht nachvollziehen kann. eine langandauernde arbeitslosigkeit wie in diesem fall, führt meistens in eine tiefe depression aus der ein patient, trotz professioneller hilfe, oft nicht mehr heraus kann. diese menschen fühlen sich wert- und nutzlos. es gibt ja auch genügend suizide wegen psychischer erkrankungen, trotz ärztlicher behandlung. mir gefällt der ausdruck "leben wegwerfen" überhaupt nicht. vielmehr brauchen diese menschen verständnis. ich habe mit psychisch kranken zu tun und weiß von daher deren nöte, sorgen, ängste. sie sehen oft keinen ausweg mehr und neigen dann sehr stark zu verzweiflungstaten, die sich gegen sie selbst richten.

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! mir gefällt der ausdruck "leben wegwerfen" überhaupt nicht. vielmehr brauchen diese menschen verständnis. ich habe mit psychisch kranken zu tun und weiß von daher deren nöte, sorgen, ängste. sie sehen oft keinen ausweg mehr und neigen dann sehr stark zu verzweiflungstaten, die sich gegen sie selbst richten.

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! \'tschuldigung, hab meinen kommentar versehentlich doppelt gesendet.

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Jemand der da nicht betroffen ist, der kann eigentlich gar nicht mitreden, ich hätte es früher auch nie geglaubt, - ich bin die Gattin eines seit 2 Jahren betroffenen, und der war alles andere als arbeitsscheu, da nutzt es auch nichts wenn man zum 0,-- tarif arbeitet, die Firmen lassen sich auf das nicht mehr ein, weil man es ja einklagen könnte! Bei uns ist es umgekehrt, ich verdiene genug Geld um die Familie zu ernähren, aber es geht um´s Prinzip, mein Mann wollte immer arbeiten, und das am liebsten bis 65! Und jetzt, macht er es fast genauso wie dieser "arme Hund" aus dem Artikel, nur auf eine andere Art...Nr. 2 folgt

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 2. Die Familie wurde dadurch auch fast ruiniert, noch halte ich durch, obwohl es sehr schwer ist, das könnt ihr mir glauben, all die Gscheiten, die bei anderen Zeitungen posten, als hätten sie die einzige Wahrheit! Mein Mann säuft sich seit 1 Jahr zu Tode, vor lauter Scham und Angst, ich muss es mitansehen und kann ihn nicht helfen, auch er ist in psychiatrischer Behandlung, war 6 Wochen auf Rehabilitation, hat super angesprochen und zu Hause dann der Totalzusammenbruch!

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 3.Manchmal weiß ich nicht mehr was ich tun soll, oft sitz ich in der Arbeit am WC und heule, ich werde dadurch selbst so tief hinuntergezogen, dass ich nur mehr bete meine Arbeit gut zu verrichten, was immer schwerer wird! Dazu darf man sich auch nicht verraten und muss immer schön schauspielern, damit alle glauben es ist eh alles super, da warten schon 70 andere auf meinen Posten! Es ist wie Krieg für die Betroffenen - das kann wirklich niemand verstehen, der das nicht hautnah miterlebt. Und schließlich hat auch er schon 35 Jahre eingezahlt und immer top verdient,Und am Arbeitsamt, diese Menschen sind keine Menschen das sind eigennützige Roboter mit Vorgaben und wenn man nicht entspricht und der Wille nicht gebrochen ist, dann machen sie das mit links - lauter ungeschultes Personal,

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Re: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 4.Seit einem Vorfall gehe ich immer als Begleitung und Zeugin mit - das hilft, kann ich nur jeden empfehlen! Noch etwas, ich arbeite in einem Personalbüro und weiss eigentlich ganz gut wie es wirklich läuft unter 50ig wirst noch schnell gekündigt, drüber hast keine Chance mehr auch nur irgendwo angestellt bzw. auch als Arbeiter eingestellt zu werden.

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